Millionenprojekt zum Geburtstag

Die Festgäste strahlten mit der Sonne um die Wette und griffen gerne zum Spaten. Schon in einem Jahr sollen die Mieter in die acht barrierefreien Wohnungen einziehen können. Bild: Hartl

Juni, vor 95 Jahren gründeten 27 Steinmetze die Baugenossenschaft "Eigenheim". Das schönste Geburtstaggeschenk macht sich der "Bauverein" selbst.

Floß. (ms) Fast 30 geladene Gäste waren am Donnerstag in den Ortsteil Hardtheim gekommen, um beim ersten Spatenstich für acht barrierefreie, zum Teil rollstuhlgerechte Mietwohnungen mit Stellplätzen und Nebengebäude zu feiern. Vorstandsvorsitzende Marika Mauerer sah darin einen Aufbruch, Neues zu gestalten, auf die Bedürfnisse der Gesellschaft einzugehen. Die Genossenschaft reagiere auf die Veränderungen. Anliegen sei es, den Markt weiterhin attraktiv zu erhalten.

Fred Lehners Lebenswerk

Großes Lob zollte Mauerer ihrem Vorgänger und jetzigen "Eigenheim"-Berater. Fred Lehner habe über 53 Jahre die Geschicke als Vorstandschef gelenkt. Der Ideengeber könne stolz auf sein Lebenswerk zurückblicken. 1960 habe er die drohende Liquidation abgewendet. Und weil die Sprecherin schon mal beim Danken war, zollte sie auch den Vertretern der Regierung der Oberpfalz - die Baudirektoren Manfred Ahles und Albert Dischinger sowie Oberinspektorin Alexandra Stetzuhn - und dem Landratsamt für die Förderung und Unterstützung Anerkennung. Landrat Andreas Meier bescheinigte dem "Bauverein", mit dem Projekt den Nerv der Zeit zu treffen. Die große Nachfrage nach barrierefreien Wohnungen und erste Reservierungen seien der beste Beweis dafür. Meier weigert sich, den Demografie-Prognosen voll Glauben zu schenken. Wenn wir die jungen und die älteren sowie die beeinträchtigen Menschen im Blick haben und dazu die Digitalisierung und die Breitbanderschließung vorantreiben, dann werde das flache Land Zukunft haben. Ein weiterer Baustein seien Behördenverlagerungen.

Kosten im Griff

Architekt Dr. Emil Lehner sah das ähnlich. Auch er riet bei den städtebaulichen Vorhersagen zu Vorsicht. Der mit 1,7 Millionen Euro veranschlagte Bau werde laut Ausschreibung eher billiger. Die Aufträge blieben in der Region.

Nicht ohne Stolz warf Fred Lehner einen Blick zurück. Der Flosser Bauverein sei der größte Hauseigentümer und Vermieter im Markt. "Er ist ein unverrückbarer Eckstein solider Wohnungswirtschaft." Nur dank der Aufgeschlossenheit der Regierung sei für das Vorhaben eine bis zu 80-prozentige Förderung erreicht worden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7772)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.