Mindestlohn bremst Schützen

Strahlende Gesichter: Für ihre langjährige Treue zur Schützengesellschaft St. Sebastian erhielten unter anderem (von links) Anton Schecklmann, Anton Schöcklmann, Hans Schecklmann, Elisabeth und Norbert Rödl (vorne) sowie Andreas Ruder (Zweiter von rechts) aus den Händen von Vorsitzendem Gerhard Thurn (Vierter von rechts) und Bürgermeister Werner Roder (rechts) Urkunden und Ehrennadeln. Bild: edo

Auch als Wirtsleute betätigen sich die St.-Sebastian-Schützen. Bisher ist die Gaststätte im Schützenhaus außer Montag und Freitag täglich geöffnet. Im Zuge des neuen Mindestlohngesetzes könnte sich das jedoch ändern.

Die Bestimmungen könnten konkrete Folgen in Form eines weiteren Ruhetages des Wirtshauses haben, gab Vorsitzender Gerhard Thurn in der Jahreshauptversammlung bekannt. Seinen besonderen Dank richtete das Vereinsoberhaupt an Karin Schöcklmann, die sich in den "bürokratischen Berg des neuen Mindestlohngesetzes" eingearbeitet habe.

Nach dem Gottesdienst in der Expositurkirche St. Johannes zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder hatte Thurn die Mitglieder in der Wirtsstube des Schützenhauses begrüßt. Bei seinem Rückblick auf das ereignisreiche Jahr wurde die gesellschaftliche Bedeutung des Vereins deutlich.

Das traditionelle Stärkeantrinken im Zuge der Feuerwehrkneipe bildete den Auftakt 2014. Der Schützenfasching und das Gastspiel der Blaskapelle des Trachtenvereins Regensburg "Stamm" im Mai mit dem "Exil-Bibricher" Michael Schmid, der seit zwei Jahren in der Oberpfälzer Metropole lebt, folgten.

Gefüllt war das Schützenhaus auch beim fünftägigen Kirwa-Marathon im August, dem Höhepunkt der lokalen Festtage. Von Donnerstag bis Montag wurden Gäste aus nah und fern rund um die Uhr mit Speis und Trank bewirtet. "Die Mitwirkenden verdienen den höchsten Respekt für ihr Engagement", betonte Schriftführer Martin Schmid. Weiterhin berichtete Vorsitzender Gerhard Thurn von der Teilnahme an der feierlichen Profess von Frater Korbinian - ebenfalls ein Einheimischer - und der Primiz von Frater Lukas.

In die goldene Stadt

Auch 2015 warten wieder einige Höhepunkte auf die Schützen. Nach dem schwungvollen Start mit dem Faschingsball geht der Verein Ende März auf Reisen. Ziel ist Prag, "eine der schönsten Städte der Welt", merkte Wolfgang Schmid an, der sich intensiv mit dem Schriftsteller Franz Kafka befasst. Für den Wochenendausflug vom 27. bis 29. März sind noch einige Plätze frei. Interessenten melden sich beim Vorsitzenden Gerhard Thurn, Telefon 09205/1285. Zudem ist in Kooperation mit der Katholischen Landjugend ein Tanzkurs für traditionelle Standardtänze geplant.

Auch in sportlicher Hinsicht zeigten sich die Schützen äußerst aktiv. Schützenmeister Günter König rief unter anderem Sparkassenpokal-Schießen, Grafenwöhrer Truthahn-Schießen, Er-und-Sie-Schießen, Kirwa-Schießen und Weihnachtschießen ins Gedächtnis, die allesamt sehr gut angenommen wurden.

Ehrung für Treue

Für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit wurden zehn Mitglieder geehrt: Anton und Hans Schecklmann sowie Albert Müller (60 Jahre), Andreas Ruder und Reinhold Bauer (50 Jahre), Hubert Keck, Norbert und Elisabeth Rödl, Anton Schöcklmann und Alfons Bäuml (40 Jahre). Bürgermeister Werner Roder und Vorsitzender Thurn dankten den Jubilaren, würdigten ihre Verdienste und übergaben die Ehrennadeln.
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