Mini-Gurken und Goji-Beere

Zweiter Bürgermeister Robert Feuerer (links) und Fachberaterin Heidi Schmid (rechts) gratulierten den geehrten Mitgliedern des Gartenbauvereins Sollbach. Bild: hbr

Seit 40 Jahren sind Therese Schuhbauer, Sepp Schnagl und Rupert Bindl beim Gartenbauverein Sollbach. Sie wurden bei der Jahreshauptversammlung ausgezeichnet. Kreisfachberaterin Heidi Schmid stellte neue Nutz- und Zierpflanzen vor.

Bei der Jahreshauptversammlung des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins (wir berichteten) wurden am Freitagabend im Saal des Gasthaus Schächerer auch einige Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein ausgezeichnet. So ist Michael Kraus seit zehn Jahren beim Sollbacher Gartenbauverein. Auf 25 Jahre bringt es Sepp Jakob und Rosina Windl auf 35. Die Ehrungen nahm das Vorstandsteam Marion Schindler, Monika Schächerer und Wolfgang Schwarzfischer vor.

Wertvolle Strauchfrucht

Kreisfachberaterin Heidi Schmid stellte in ihrem interessanten Vortrag Neuheiten für den Nutz- und Ziergarten vor. So berichtete sie von Versuchen in der Landesanstalt für Gartenbau in Veitshöchheim, in denen man die Tauglichkeit für den heimischen Garten testet. So betrachtete sie den Anbau von Mini-Gurken und Tomaten in Töpfen, stellte die richtige Handhabung von Artischocken vor und machte Werbung für die Goji-Beere, die frisch oder getrocknet eine Delikatesse in Salat, Müsli oder Quark sei. Gerade Patienten, die unter Bluthochdruck oder Blutzucker leiden, legte sie diese Strauchfrucht ans Herz.

Kiesgarten im Trend

Als robuste Kletterpflanze präsentiert sich die Mini-Kiwi, die etwa so groß wie Stachelbeeren wird und eine gelbe bis purpurrote Schale haben. Die Aronia, die in der ehemaligen DDR fast schon plantagenartig angebaut wurde, ist in den vergangenen Jahren in Vergessenheit geraten. Die kleinen, apfelförmig aussehenden Beeren verfügen über einen hohen Vitamingehalt und zahlreiche Mineralstoffe. In verschiedenen Studien wird den Früchten auch eine prophylaktische Wirkung in der Krebsvorsorge attestiert. Bei ihrer Verarbeitung zu Saft, Sirup oder Marmelade ist jedoch zu empfehlen, die Aronia mit Apfel oder Birne zu mischen, da sie, auf gut bayrisch gesagt, äußerst "hantig" sei.

Bei den Ziergärten ist der Kiesgarten derzeit stark im Trend. Der Gartler erhoffe sich bei dieser Form einen reduzierten Pflegeaufwand, der jedoch einen sonnigen und trockenen Standort erfordere, so Heidi Schmid. Laubfall und Schatten könnten zu Bodenbildung und somit zur Selbstaussaat von Pflanzen führen.
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