Missbrauch nicht verschweigen

Die Mitglieder des Arbeitskreises planten bei ihrem letzten Treffen die Projekte für dieses Jahr. Bild: hfz

Das Thema "sexueller Missbrauch" aus der Tabuisierung holen - das hat sich der gleichnamige Arbeitskreis zum Ziel gesetzt. Doch wie kann das Problem bewusst gemacht, für Ursachen und Wirkungen sensibilisiert werden?

Schwandorf. Dem Arbeitskreis ist dies mit mehreren Aktionen gelungen, so der Tenor der Jahresabschlusstagung, bei der auch die ersten Programmpunkte für 2015 geplant wurden.

Der Vernetzungsgedanke ist dem Arbeitskreis sehr wichtig. Deshalb wurde ein Familienrichter des Amtsgerichts zum Erfahrungsaustausch über die jeweiligen Arbeitsschwerpunkte eingeladen. Neben weiterer Vernetzungsarbeit organisierte der Arbeitskreis eine interne Fortbildung und in Kooperation mit dem Schulamt eine Lehrerfortbildung mit dem Titel "Sexuelle Gewalt findet statt - Wege zum professionellen Umgang bei Verdachtsmomenten". Ein Höhepunkt war das Benefizkonzert mit der Band "Willin" in Burglengenfeld, durch das weitere Projekte des Arbeitskreises finanziert werden. Bereits seit über 20 Jahren besteht der Arbeitskreis gegen sexuellen Missbrauch im Landkreis. Er leistet seither Präventionsarbeit, Vernetzung mit allen beteiligten Einrichtungen und berät die Opfer. Ein großes Programm hat er sich für 2015 vorgenommen: Eine Fachtagung für Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit mit dem Thema "Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen" ist für das Frühjahr geplant; ebenso wird sich der Arbeitskreis mit der aktuellen Situation und Problematik "sexueller Missbrauch bei Flüchtlingen" beschäftigen. Im November ist eine große Kooperationsveranstaltung zum Internationalen Gedenktag "Nein zu Gewalt an Frauen" geplant.
Weitere Beiträge zu den Themen: Schulamt (1548)Januar 2015 (7957)
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