Mit 17 Jahren an die Front

An seinem 90. Geburtstag hatte Alwin Götz "Heimaturlaub": Aus der Reha in Erbendorf, wo er sich von einem Oberschenkelhalsbruch erholt, durfte er zum Feiern nach Hause.

Mitte November kann Götz dann endgültig zurück in seine gewohnte Umgebung, wo er von Tochter Elisabeth und Schwiegersohn Hubert rührend umsorgt wird.

Das Licht der Welt erblickte der Jubilar in Höflas, wo er auf dem Bauernhof seiner Familie aufwuchs. Bei Michael Paulus erlernte er das Schneiderhandwerk. Als selbstständiger Schneidermeister war Götz gefragt. Später arbeitete er in der Bulag und als Bandleiter bei der Firma Groß in Neuhaus/Pegnitz. Nach einem Kurs in Landsberg wurde er Betriebsinspektor in der Justizvollzugsanstalt Amberg, wo er die Schneiderei leitete und zu einer großen und modernen Schneiderei ausbaute. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1984 arbeitete er dort.

Mit gerade einmal 17 Jahren war Alwin Götz 1941 an die Front geschickt worden. Er wurde mehrmals verwundet und geriet auf der Flucht von Danzig nach Dänemark in englische Gefangenschaft. Mit viel Glück und Willensstärke kehrte er 1945 nach Hause zurück.

1949 heiratete er Margarete Eichenmüller aus Thurndorf. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, eines davon wurde allerdings nur wenige Jahre alt. Fünf Enkel sind in der Zwischenzeit der ganze Stolz des Jubilars, der in seiner Heimatgemeinde sehr engagiert war. Zwei Wahlperioden gehörte er dem Gemeinderat von Neuzirkendorf an und war auch stellvertretender Bürgermeister. Nach der Gebietsreform wurde er für eine weitere Wahlperiode in den Kirchenthumbacher Gemeinderat gewählt. In Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat sowie als stellvertretender Mesner brachte sich Alwin Götz ebenfalls viele Jahre ein.
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