Mit einem Punkt nicht zufrieden

Der SV Etzenricht lag gegen die SpVgg Grün-Weiß Deggendorf in der Halbzeit mit 1:2 im Rückstand. Nach dem Wechsel wusste die Heimmannschaft kämpferisch zu überzeugen, zu mehr als dem 2:2 reichte es aber nicht. In dieser Szene kommt der Etzenrichter Thomas Schärtl (rechts) bei einer Flanke nicht an den Ball. Bild: war

Der SV Etzenricht hätte mit einem Heimsieg die Relegationsplätze verlassen können. Doch daraus wurde nichts. Tabellennachbar SpVgg GW Deggendorf machte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung.

Etzenricht. (war) Die Blau-Schwarzen verpassten das angestrebte Ziel, gegen die Niederbayern die volle Punktzahl zu holen. Vor spärlicher Kulisse reichte es nur zu einem 2:2. Ein Kompromiss, der die beiden beteiligten Teams nicht großartig weiter bringt. "Ich hätte heute gerne die drei Punkte gehabt, denn wir hatten uns viel vorgenommen", sagte SVE-Trainer Michael Rösch nach dem Schlusspfiff.

Seine Planungen durchkreuzte vor dem Spiel die Krankmeldung von Tobias Plössner. Dessen Fehlen machte sich auch rasch bemerkbar, Deggendorf kreuzte zwei Mal gefährlich vor dem Tor von Michael Heisig auf, bevor sich die umgebaute Etzenrichter Deckung formiert hatte. SVE-Stürmer Thomas Schärtl hatte die erste torreife Szene auf der anderen Seite: Sein Schlenzer (16.) aus 12 Metern landete am Pfosten. Der zweite Aluminiumtreffer brachte dann das 1:0. Nach einer Freistoßvariante prallte der Ball nach einem Schuss von Kapitän Stephan Herrmann zurück in Richtung Elfmetermarke und von dort hämmerte ihn Konstantin Graßl ins Tor.

Die Führung hatte nur wenige Minuten Bestand. Ein Einwurf, ein tolles Dribbling auf Höhe der Grundlinie und Simon Ertl nutzte das präzise Zuspiel zum 1:1. Ebenso schön herausgespielt war auch die Gästeführung. Michael Gröstenberger, der zusammen mit Simon Ertl das hohe Tempo der Grün-Weißen bestimmte, war der Vorbereiter per Maßflanke. Matej Paprciak stieg am höchsten und köpfte ein. "Wenn wir das 3:1 nachgelegt hätten, und das war mehrmals möglich, hätten wir ein Vorentscheidung erreichen können", war Deggendorfs Coach Marco Dellnitz mit der Chancenverwertung seiner Jungs vor dem Wechsel unzufrieden. Aber auch dem SVE boten sich dicke Gelegenheiten. In Minute 34 gleich doppelt: Zunächst wurde Schärtls Drehschuss von einem Verteidiger geblockt, dann verzog Martin Pasieka mit dem Außenrist den Nachschuss. Ein 3:3 hätte zum Pausentee auch gepasst, denn Andreas Schimmerer (SVE, 40.) und Gröstenberger (SpVgg GW, 44.) scheiterten im Abschluss am Pfosten.

Sukzessive verlegte sich das Spiel nach dem Seitentausch in Richtung Strafraum der Grün-Weißen. "Vom Kämpferischen her kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben und der Wille, das Spiel noch zu drehen, war klar erkennbar", lobte SVE-Abteilungsleiter Manfred Herrmann seine Elf. Deggendorf stand aber hinten kompakt und antwortete nur noch mit sporadischen Konterangriffen. "So nach 60 oder 65 Minuten ist uns der Saft ausgegangen. Wir konnten unser Tempo auf dem schwierig zu bespielenden Platz nicht durchziehen", meinte Dellnitz. Trotz des Bemühens der Platzherren blieb es beim 2:2, der Ausgleichstreffer war allerdings hoch verdient. Georg Dreier im Gästetor sah bei dem Flachschuss von Schärtl aus etwa 14 Metern allerdings nicht gut aus, er stand in der richtigen Ecke und ließ den Ball unter dem Körper ins Tor gleiten.
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