Mit Elan an der Landkreis-Spitze

"Was wir uns vorgenommen haben, das wollen wir auch umsetzen": Das unterstrich Landrat Thomas Ebeling beim CSU-Nach-Aschermittwoch mit Ripperlessen in Schwarzach. Er schilderte, was ihn in seinem ersten Amtsjahr schwerpunktmäßig so beschäftigte.

"Es ist eine sehr schöne Tätigkeit als Landrat": Dieses Fazit zog Thomas Ebeling aus seinen bisherigen Erfahrungen. Er habe sich gerne in diese Arbeit rein gestürzt, versicherte er seinen Parteifreunden und dankte nochmals allen, die zum Wahlerfolg mit beigetragen hatten. Die CSU stelle jetzt im Landkreis zum ersten Mal den Landrat, den OB in Schwandorf und alle drei Bürgermeister im Städtedreieck. "Das wäre vor 20 Jahren noch unvorstellbar gewesen", sagte er und sah diese Situation als Verdienst harter Arbeit über viele Jahre hinweg an. Entscheidende Beiträge leisteten dazu die mitanwesenden Staatssekretäre a.D. Marianne Deml und Otto Zeitler.

Auch unangenehme Themen

In seiner 20-minütigen Rede im Vereinsheim verdeutlichte Ebeling zunächst, dass die CSU Wort halte. Sie führe den Landkreis auf einem Weg der Entschuldung und entlaste zugleich die Kommunen mit einer Senkung der Kreisumlage um 0,5 Prozentpunkte. Der Schwerpunkt der Investitionen bleibe bei der Bildung. Somit sei es geradezu folgerichtig, dass sich der Kreis als Bildungsregion zertifizieren lasse, um auch eine noch engere Verzahnung zwischen Wirtschaft und Schulen zu erreichen. Die Wirtschaftspolitik hatte er im Wahlkampf immer als oberstes Thema betrachtet.

Jetzt besuche er nicht nur Firmen, sondern helfe auch gerne bei anstehenden Vorhaben: "Alle bei uns am Amt laufenden Verfahren flutschen richtig gut". Daneben gebe es für einen Landrat aber auch Dinge, die er nicht selber im Griff haben kann. Ebeling kam da auf die Folgen der Energiewende zu sprechen: "Wenn wir Windräder wollen, dann müssen sie auch vor Ort gebaut werden". Und da sei nun mal das Landratsamt die Genehmigungsbehörde. Es müsse Projekte bewilligen, sofern sie gesetzlich zulässig sind. Es erlebe im Moment zwei ganz unterschiedliche Beispiele: In Penting bei Neunburg gebe es keinerlei Probleme, da seien die Leute anscheinend im Energiedialog "mitgenommen worden". Anders verhalte es sich an anderer Stelle, womit er unausgesprochen Pamsendorf meinte: "Da geht es sogar soweit, dass die Leute vor dem Landratsamt demonstrieren".

Auf Stimmungslage achten

Auch die Asylpolitik sei kein Thema aus dem Wahlkampf, aber zu erledigen. Obwohl die Zahlen sprunghaft stiegen - im Kreis leben derzeit über 600 Asylbewerber - gebe es keine größeren Probleme, im Gegenteil: Es laufe gut, wofür ausgezeichnetes Management und große Hilfsbereitschaft ausschlaggebend seien. Man müsse jedoch aufpassen, dass die Stimmung nicht kippt. Wenn im Januar 2015 so viele Kosovaren ins Land kamen wie während des ganzen Jahres 2014, so müsse "auch mal abgeschoben werden". Für die CSU als christliche Partei gelte freilich die Verpflichtung, allen Menschen zu helfen, die Hilfe brauchen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Schwarzach (625)Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.