Mit ganzem Herzen Schulleiter

Rektor Ewald Eicher (Bildmitte) tritt in den Ruhestand. Alles Gute wünschten gestern bei der Verabschiedung Schulrat Georg Kick (Zweiter von links), Bürgermeister Richard Tischler (rechts), der Trausnitzer Bürgermeister Martin Schwandner (links) und Konrektorin Angelika Ibler. Im Hintergrund das Kollegium, das ein Abschiedslied einstudiert hatte. Bild: Völkl

Offen, positiv denkend: Mit diesen Eigenschaften gelang Ewald Eicher der harmonische Dreiklang zwischen Schulbehörde, Schülern und Eltern. Als Schulrat Georg Kick den Rektor der Landgraf-Ulrich-Mittelschule in den Ruhestand verabschiedete, zitierte er einen für Eicher typischen Satz: "Mach ma scho".

Pfreimd. (cv) Die Schüler hatten Songs und Sketche vorbereitet, das Kollegium Gstanzln auf Ewald Eichers Lehrerleben getextet. Frühere Weggefährten, Altbürgermeister Arnold Kimmerl und Pfarrer Xavier Parambi waren gerne gekommen, als Schulrat Georg Kick den Rektor in den Ruhestand verabschiedete.

Kick, der schon als Schüler mit Eicher gemeinsam als "Zugfahrer" das Weidener "Augustinus" angesteuert hatte, erinnerte an berufliche Stationen: Zunächst zwei Jahre Polizeivollzugsbeamter beim BGS führte Ewald Eicher der Weg doch in den Lehrberuf. Als Anwärter in allen Landkreisteilen eingesetzt, wurde Eicher am 15. September 1980 an der Volksschule Pfreimd zum Lehrer ernannt. Mit Herzblut war der Nabburger 1988 bis 2003 als Fachberater für Sport tätig. 1996 folgte die Bestellung zum Kreisschulobmann Öffentlichkeitsarbeit und 1997 zum Konrektor an der Volksschule Teunz. 2001 dann der Wechsel nach Wackersdorf, 2004 nach Fensterbach. Hier wurde der Schulleiter 2006 zum Rektor befördert. Seine erste ist nun die letzte berufliche Station: Seit 2011 war Eicher in Pfreimd Schulleiter.

Stets lösungsorientiert

Kick schätzte die von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägte Zusammenarbeit. Er schilderte Eicher als einen Mann, der in seiner Verantwortung für die Schulfamilie energisch anpackte, aber immer aus einer optimistischen, positiven Sichtweise heraus. Probleme seien stets offen angesprochen worden, um sie dann zu meistern: "Unsere Gespräche verliefen stets lösungsorientiert, pragmatisch, prägnant und zielorientiert", betonte Kick, der Eicher zudem "eine große Portion Humor" bestätigte. Kick wünschte dem 63-Jährigen, der aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand tritt, im neuen Lebensabschnitt alles Gute. Bis zur Neubesetzung im nächsten Schuljahr hat Konrektorin Angelika Ibler die Schulleitung inne.

Richard Tischler hatte Ewald Eicher in seiner erst kurzen Amtszeit als Pfreimder Bürgermeister als stets gesprächsbereiten Menschen kennengelernt, "dem seine Schule am Herzen lag". Verantwortung für eine Schule, die in immer größeren Maße auch Standortfaktor für eine Kommune ist, sei "kein Zuckerschlecken". Auch mit der Integration von Asylbewerber- und Flüchtlingskindern stehen Schulen vor schwierigen pädagogischen Aufgaben. Der Trausnitzer Bürgermeister Martin Schwandner dankte seinem früheren Lehrer, dass er sich stets für die Belange der Trausnitzer Grundschule, der er ebenso vorstand, eingesetzt habe. Nach den Abschiedsworten der Elternbeiratsvorsitzenden Edda Sperl und Mona Bock hatten die Schülersprecher Natascha Müller und Niklas Bauer für jeden Namensbuchstaben Eichers eine Eigenschaft parat: Da erfuhr man dann auch, dass der Rektor ein leidenschaftlicher "Clubberer" ist. Klaus Gerber griff in einem Bilderrückblick Schlaglichter wie "Umweltschule Europa", Pausenhofgestaltung und Mathematikum heraus.

"Nie bereut"

Etwas Wehmut schwang in Eichers Abschiedsworten "im 40. Dienstjahr, davon 22 in Pfreimd", mit: "Aus dem Bauch heraus habe ich einen Weg beschritten, den ich nie in meinem Leben bereut habe", meinte er mit Blick darauf, "wie gut sich viele Schüler entwickelt haben". Und auch die Tatsache, dass es "das bunte Fest der Phantasie" als Beispiel für kreativen Schulsport bis nach China geschafft habe, freute den früheren Fachberater. Er dankte den Schulräten, den Bürgermeistern, Konrektorin Angelika Ibler und der gesamten Schulmannschaft für die Unterstützung.
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