Mit Herzblut und Heimatliebe

In familiärer und gemütlicher Runde feierte Robert Dotzauer (vorne, Fünfter von links) seinen 70. Geburtstag nach. Zu den Gratulanten in der "Holzmühle" gehörten neben der Familie und langjährigen Weggefährten auch stellvertretender Landrat Albert Nickl, Stadtpfarrer Thomas Jeschner, Ehrenbürger Vinzenz Dachauer, die Ex-Bürgermeister Fritz Fürk, Anton Gareis und Helmuth Wächter aus dem Vierstädtedreieck sowie Vereinsvertreter. Bild: rfü

Viel Aufhebens um seinen runden Geburtstag wollte Robert Dotzauer nicht machen. "Mit 70 Jahresringen zählt vor allem die Gesundheit." Der langjährige Bürgermeister der Rußweiherstadt mied deshalb ein Fest "mit Pauken und Trompeten". Ein bisschen gefeiert werden sollte nachträglich aber dennoch.

(rfü) Dazu hatte der 70-Jährige einen kleinen Kreis in der "Holzmühle" versammelt: Familie, Freunde, alte Weggefährten, CSU- und andere Vereinsvertreter, Ehrenbürger Vinzenz Dachauer, Stadtpfarrer Thomas Jeschner und die "Leidensgenossen" Fritz Fürk, Anton Gareis und Helmuth Wächter, die ehemaligen Bürgermeister aus dem Vierstädtedreieck. So unerbittlich Robert Dotzauer auch in seiner Zeit als Bürgermeister gnadenlos für Eschenbacher Interessen kämpfte, so offen und anteilnehmend zeigte sich der "Mensch Dotzauer" bei der Nachfeier. Freundschaftlich heiter begrüßte der Jubilar die Gästeschar.

Kurzweilige Laudatio

Auch der Speinsharter Bürgermeister und stellvertretende Landrat Albert Nickl als einziger Redner meinte es mit einer kurzweiligen Laudatio gut mit dem Gastgeber und seinen Geburtstagsgästen.

Der Kommunalpolitiker blickte darin auf eine jahrzehntelange herzliche Zusammenarbeit zurück und bestätigte: "Dotzauers Meinungen waren allesamt anregend, gelegentlich aufregend und immer zielführend." Nickl sprach von "großen Leistungen eines sympathischen Rebellen". "Ich wünschte, es gäbe viele von dieser Sorte", erklärte er, schob dann jedoch nach: "Aber nicht zu viele."

Nickl übermittelte Glückwünsche für den Landkreis, für die CSU-Familie und als langjähriger kommunalpolitischer Wegbegleiter attestierte er dem Jubilar ein feines Gespür für Zukunftsthemen. Besonders für Eschenbach habe Robert Dotzauer viel erreicht, machte er deutlich und bestätigte dem Jubilar Heimatliebe, Herzblut, Offenheit und Durchsetzungsvermögen. Erst mit diesem Vierklang sei die dynamische Entwicklung der Stadt in der "Ära Dotzauer" möglich gewesen.

Beispielhaft verwies der stellvertretende Landrat auf die spektakulären Erfolge bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt, auf das Gelingen der Altstadtsanierung und den mit viel Einsatz und Leidenschaft verbundenen Aufbau eines neuen Stadtteils auf dem Netzaberg, einer Meisterleistung. Er erinnerte sich auch an den guten Rat Dotzauers: "Sorge dich um die kleinen Leute, die Großen können sich selber helfen."

Im Namen der Klosterdorfgemeinde übermittelte Nickl ebenfalls Glückwünsche: "Du bist ein Freund Speinsharts und des Klosters, und deine Presseberichte sind spitze."

Robert Dotzauer genoss mit Ehefrau Agnes sowie verschmitztem Lächeln das Lob und die herzliche Atmosphäre in der Geburtstagsgesellschaft - so, als wollte er sagen: "Schön klingt's, was da zu meinem 70. Geburtstag alles gesagt wird." Aber schließlich sei das Lebensaufgabe gewesen, eine Verpflichtung gegenüber dem Amt, den Bürgern, der Stadt und der Region, betonte er. Gerührt und doch voller Muse sah sich der Jubilar von den Worten Nickls "durchschaut".

Prophet liefert "Rezept"

Den aktuell "Regierenden" empfahl er: "Begreift die Stadt nicht als gebautes, sondern stets als ein im Bau befindliches Ensemble." Gleichzeitig "verschrieb" der Bürgermeister a. D. den Eschenbachern ein "Rezept" des Propheten Jeremia: "Suchet der Stadt Bestes, denn wenn's ihr wohl geht, so geht's euch auch wohl."
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