Mit Hingabe Mesner und Maurer

Eine Abordnung der Gößenreuther Wehr begleitete den Sarg von Heinrich Regner zum Grab. Bilder: rgr (2)

Das Familienleben und auch die Kameradschaft waren Heinrich Regner sehr wichtig, genauso die Gößenreuther Feuerwehr und die Kapelle. Bei deren Bau hatte er kräftig mit angepackt und dort danach als Mesner gewirkt. Am 13. Januar - wenige Wochen vor seinem 75. Geburtstag - verlor er seinen Kampf gegen den Krebs.

Grafenwöhr/Gößenreuth. (rgr) Eine große Trauergemeinde versammelte sich am Samstag, um Heinrich Regner die letzte Ehre zu erweisen. Stadtpfarrer Bernhard Müller beschrieb den Verstorbenen als gewissenhaften Mitarbeiter, der liebenswert und hilfsbereit gewesen sei. Den Trauergottesdienst zelebrierte er zusammen mit Pfarrer Franz Kick, einem Klassenkameraden Regners, sowie mit Studiendirektor Jürgen Herr, dessen Patenkind.

Der gebürtige Gößenreuther war ausgebildeter Maurer, der die Kapelle mit errichtete, aber auch beim Feuerwehrhaus Gößenreuth mitarbeitete und seine Kinder beim Häuserbau unterstützte. Die letzten Berufsjahrzehnte war er als Zivilbeschäftigter bei der Bundeswehr im Lager Grafenwöhr tätig. Für seine Dienste als Mesner, die Regner seit der Einweihung versehen hat, sagte ihm Pfarrer Müller ein herzliches "Vergelt's Gott". "Er hat dies auch aus einem tiefen Glauben heraus getan; der Besuch der Gottesdienste - nicht nur in Gößenreuth - war ihm immer wichtig, und das Familienleben war ihm stets ein Herzensanliegen", betonte der Pfarrer.

Heinrich Regner hat auch den Kontakt zu seinen Klassenkameraden immer aufrecht erhalten. Oft kamen sie sogar zum Gottesdienst in der Michaelskapelle in Gößenreuth zusammen. Auch der Garten kam bei ihn nicht zu kurz. Die Obstbäume und die Gemüsebeete pflegte er hingebungsvoll. "Sein Glaubenszeugnis, das der Verstorbene sozusagen als Testament hinterließ, war das Kreuz, das er auf sich nahm, um es dem Herrn nachzutragen: Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung." Dieser Weg zeige an, was auch in unserem Leben entscheidend sei: die Treue im Glauben und die Bewährung im Leid. Mit den Worten des heiligen Hieronymus tröstete der Pfarrer: "Wir trauern, weil er von uns gegangen ist, aber wir freuen uns, dass wir ihn erleben durften. Und wir danken Gott, dass er uns weiterhin nahe ist und auf eine andere Weise für uns sorgt."

Am offenen Grab dankte Inge Stopfer, die Vorsitzende des Kapellenbauvereins Gößenreuth, dem Verstorbenen für seine Arbeit bei der Kapelle. "Er war Gründungsmitglied im Kapellenbauverein und über 30 Jahre Mesner für die Kapelle. Beim Bau der Kapelle war er fast zu jeder Zeit dort anzutreffen", wusste Stopfer.

63 Jahre bei der Wehr

Auch der Vorsitzende der Feuerwehr Gößenreuth, Reinhard Müller, dankte Heinrich Regner für seine mehr als 63 Jahre dauernde Treue zur Wehr, für sein Können und seine Tatkraft beim Bau des Gerätehaushauses sowie für die Dienste als Hausmeister. Die Stadtkapelle Grafenwöhr verabschiedete sich vom Verstorbenen mit den Liedern "Näher mein Gott zu dir", "Ich hatt' einen Kameraden" und dem Feierabendlied.
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