Mit "Igeltaktik" Stachel setzen

Der Wernberger Stephan Lindner (rechts) im Luftkampf mit dem Winklarner Tim Fleischmann. Das Schlusslicht verlor das Hinspiel mit 2:6. Ob es beim Tabellenführer FC Wernberg diesmal ein besseres Ergebnis gibt, bleibt dahingestellt. Bild: bwr

Gegensätzlicher könnten die Voraussetzungen - und klarer die Prognosen - für das Spiel des FC Wernberg am Sonntag nicht sein. Empfängt der Tabellenführer doch Schlusslicht TSV Winklarn. Doch dieses setzt auf eine spezielle Taktik.

Schwandorf. (hür) Die ambitionierten Wernberger wollen weiter an der Tabellenspitze bleiben, so dass Trainer Erwin Zimmermann dieses Spiel als Pflichtaufgabe einstuft. Der TSV Winklarn hingegen hat beim Gastspiel in Wernberg nichts zu verlieren und wird entsprechend befreit und losgelöst jeglichen Druckes aufspielen. Coach André Schille verspricht ein engagiertes und mutiges Auftreten seiner Elf. Mit der "Igeltaktik" hofft er zumindest auf ein besseres Ergebnis als in der Hinrunde, als seine Mannschaft 2:6 verlor.

DJK Dürnsricht       Sa 14.15       FC OVI-Teunz
Die DJK Dürnsricht-Wolfring bestätigte den positiven Trend und besiegte die SF Weidenthal-Guteneck am letzten Spieltag klar mit 6:2 auf deren Sportgelände. "Wir wollen weiter unsere ansteigende Form fortsetzen", so Neutrainer Christian Adler. Die Tatsache, dass Leistungsträger, in Identifikationsfigur von Markus Schrott, nach längerer Verletzungspause zur Mannschaft stößt, bereichert die Truppe sowohl in sportlicher, als auch in mentaler Hinsicht.

Die Gäste vertrauen auf ihre Auswärtsstärke. Trainer Jürgen Schönfelder muss aller Voraussicht nach auf seinen Leistungsträger Daniel Kellner (berufliche Gründe) verzichten. Es ist jedoch gut denkbar, dass der Mittelfeldakteur kurzfristig von seinem Dienstherren frei bekommt. "Die DJK hat zu alter Stärke zurückgefunden und wir sind gewarnt", so Schönfelder.

ASV Burglengenfeld II       So. 12.00       Weidenthal-Guteneck
Trotz des kleinen Rückschlags nach der knappen Niederlage in Tännesberg blickt der ASV Burglengenfeld nach vorne. Gegen die zuletzt etwas gebeutelten Sportfreunde aus Weidenthal-Guteneck zählt in Anbetracht der Heimstärke des ASV nur ein Heimsieg. Personell kann Coach Robert Rödl auf alle seine Spieler zurückgreifen.

Die Sportfreunde möchten Wiedergutmachung nach der 2:6-Heimniederlage gegen die DJK Dürnsricht-Wolfring. Trainer Christian Hechtl wird sein Team gewohnt taktisch diszipliniert vorbereiten, um bei der favorisierten Bayernligareserve punkten zu können.

SC Ettmannsdorf II       So. 12.15       FC Schmidgaden
Ettmannsdorfs Trainer Sebastian Hierl erwartet eine ordentliche und konzentrierte Leistung seiner Mannschaft. Im Hinspiel konnte man eine zweimalige Führung nicht nutzen und möchte jetzt dreifach punkten. Zwar ist der eine oder andere Spieler aufgrund von Erkältungen geschwächt, doch in den noch drei verbleibenden Partien wird die Landesligareserve des SC Ettmannsdorf alles in die Waagschale werfen, um noch wichtige Zähler einzufahren.

Für die Gäste mit Coach Wolfgang Richthammer geht es in jedem Spiel darum, hochkonzentriert Mann gegen Mann zu spielen beziehungsweise die taktischen Vorgaben des Trainers umzusetzen und als Einheit die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu erkämpfen. Mit Simon Werner kommt ein Stammspieler in die Kreativabteilung der Gäste zurück. Hinter dem Einsatz von Alex Schimmer steht verletzungsbedingt ein Fragezeichen.

TSV Nittenau       So. 14.15       TSV Tännesberg
Das große Manko ist und bleibt die grob fahrlässige Chancenverwertung des TSV Nittenau. Das 2:2 zuletzt gegen den TSV Winklarn war unterm Strich viel zu wenig. Jetzt geht es für die Truppe von Roland Oberndorfer gegen den zweitplatzierten TSV Tännesberg. "Wenn wir wieder hochkonzentriert auftreten, und jeder an seine Leistungsgrenzen geht, sehe ich uns dennoch nicht chancenlos", so der Trainer.

Die Gäste strotzen nach neun ungeschlagenen Partien vor Selbstvertrauen. "Wir wollen unsere Leichtigkeit auf dem Platz fortsetzen und aufgrund unserer überragender Vorstellungen der vergangenen Wochen den zweiten Tabellenplatz verteidigen", so die Zielvorgabe des Tännesbergs Coach Hans-Jürgen Linge. Bis auf Michael Weig kann der Erfolgscoach des TSV Tännesberg in Nittenau aus dem Vollen schöpfen.

FC Wernberg       So. 14.15       TSV Winklarn
Selbstverständlich möchte der FC Wernberg drei Zähler einheimsen und den Vorsprung von vier Punkten auf Verfolger Tännesberg beibehalten. Allerdings plagen Trainer Erwin Zimmermann einige Verletzungssorgen. Flügelflitzer Max Schatz hat sich im Toto-Pokal-Spiel gegen den SV Kemnath eine Zerrung zugezogen und wird nur angeschlagen spielen können. Alex Biller kann wegen einer Achillessehnen-Verletzung nicht mitwirken.

Winklarns Trainer André Schille möchte in diesem Vergleich Erster gegen Letzter mit der "Igeltaktik" operieren. Hier gilt es sich hinten "einzurollen" und kompakt zu stehen und versuchen, den Erfolg mit spontanen Nadelstichen zu erreichen. Personell ist die Elf des TSV weiter unverändert.

SV Kemnath/B.       So. 14.15       SpVgg Neukirchen/B.
Nach der erneuten Niederlage befindet sich der SV Kemnath und dessen Spielertrainer Florian Beinhölzl unter Zugzwang. "Wir müssen alles geben, um eine Chance zu haben", schätzt Beinhölzl die Situation realistisch ein.

Die SpVgg Neukirchen-Balbini hat mit Spielertrainer Stephan Noe eine neue Führungspersönlichkeit. Gegen den FC Wernberg ging die Mannschaft aus einer defensiven Grundordnung bis an die Leistungsgrenze. Dies soll nun auch auswärts das Mittel zum Erfolg sein. Darüber hinaus müssen die schnellen Offensivkräfte der Gäste noch besser ins Spiel eingebunden werden. Bis auf Markus Jakob und Marco Bucher sind die Neukirchener vollzählig.

FC Rötz       So. 14.15       Schönseer Land
Zwei völlig unterschiedliche Gesichter zeigt momentan der FC Rötz. Zu Hause ist die Elf von Trainer Walter Wanninger noch ungeschlagen. Auswärts verspielte sie zuletzt durch unnötige Punktverluste den Platz an der Sonne. Auch wenn die Vereinsführung des FC Rötz eher eine Saison in ruhigen Fahrwassern der Tabelle anstrebt, möchte Wanninger so lange wie möglich vorne dran bleiben.

Gästetrainer Georg Salomon sieht in erster Linie die Entwicklung seiner Mannschaft im Vordergrund dieses Spiels. "Im Hinspiel zu Hause waren wir trotz einer klaren Niederlage noch gut bedient. Ich bin gespannt, wie sich meine Mannschaft in der Zwischenzeit entwickelt hat und sich jetzt gegen offensivstarke Rötzer schlägt", so Georg Salomon. Die Pause kam seiner Elf eher ungelegen, da der Spielrhythmus jetzt erst wieder gefunden werden müsse.
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