Mit letzter Kraft zum großen Wurf

Während (fast) alle anderen Ligakonkurrenten schon in der Weihnachtspause sind, muss der SV 08 Auerbach (im Bild Maximilian Lux) noch einmal - im Idealfall zweimal - ran. Der Bayernliga-Spitzenreiter ist Gastgeber beim Final-Four-Turnier um den bayerischen Pokal. Bild: Ziegler

Zwei Bayernligisten und zwei Landesligisten spielen in Auerbach den bayerischen Handball-Pokalsieger aus. Favorit wäre eigentlich der Gastgeber. Doch für Spielertrainer Tobias Wannenmacher ist "alles ein großes Fragezeichen".

Beim Final-Four-Turnier des Molten-Cups ermitteln am Samstag, 20. Dezember, in der Helmut-Ott-Halle der SV 08 Auerbach, die TG Landshut (beide Bayernliga), der TSV Allach und TSV Rothenburg (beide Landesliga) den bayerischen Pokalsieger. Der qualifiziert zusammen mit dem Zweitplatzierten für den deutschen Amateur-Pokal-Wettbewerb.

Wannenmachers Sorgen

"Es ist alles ein großes Fragezeichen", lautet die Antwort von Tobias Wannenmacher auf die Frage nach der Aufstellung. "Ich kann leider überhaupt nicht sagen, mit welchem Team wir antreten können." Der Auerbacher Spielertrainer hat Probleme, ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen. Ralph Weiss wird voraussichtlich auch diesmal beruflich verhindert sein, Philipp Schöttner wartet noch auf die Diagnose einer ärztlichen Untersuchung und Matthias Schnödt laboriert an einer schmerzhaften Dehnung des Innenbandes aus dem Spiel in Anzing. Wannenmacher selbst war unter der Woche wegen diverser Blessuren in Behandlung und zieht bestenfalls einen Kurzeinsatz in Betracht.

Die Spieler aus der zweiten Mannschaft stehen ebenfalls nicht zur Verfügung, da sie zeitgleich im Einsatz sind. Eine Woche nach dem letzten Punktspiel wünscht sich der Bayernliga-Spitzenreiter sehnlich die Weihnachtspause herbei, um regenerieren und alle Blessuren auskurieren zu können. Doch zuvor gilt es gegen die TG Landshut (Spielbeginn 11.30 Uhr) die letzten Kräfte zu mobilisieren und mit einem Sieg zumindest die Teilnahme am neu geschaffenen DHB-Amateur-Pokal zu erreichen.

Die Niederbayern wollen die Gunst der Stunde nutzen und sich für die deutliche 19:40-Niederlage am sechsten Spieltag rehabilitieren. Zuletzt hatten sie mit ähnlichen personellen Problemen wie die Oberpfälzer zu kämpfen und verloren in Bayreuth deutlich mit 21:31, weshalb das Turnier in Auerbach zum "Frustabbau" genutzt werden soll. Ab 13.30 Uhr stehen sich dann die beiden Landesliga-Spitzenteams gegenüber. Die Allacher führen die Südstaffel mit sechs Punkten Vorsprung an. 13 Siege in 13 Spielen und ein Torverhältnis von plus 110 sprechen eine deutliche Sprache und zeigen die Überlegenheit des Teams um Trainer Kurt Neumaier (50).

"Werden alles rausholen"

Der TSV Rothenburg spielte einige Jahre in der selben Liga wie Auerbach und lieferte sich immer wieder packende Duelle. Die Mittelfranken sind ein starkes Team, das nach dem Abstieg in die Landesliga den sofortigen Wiederaufstieg anpeilt. Die Sieger der beiden Partien bestreiten ab 16 Uhr das Finale. "Es geht um nicht weniger als um den Pokalsieg und um die Teilnahme am DHB-Amateur-Pokal", sagt Tobias Wannenmacher. "Ich hoffe auf viele Zuschauer und eine gute Stimmung. Wir werden alles rausholen, was noch in uns steckt, damit am Ende der Pokal für ein Jahr in Auerbach bleibt."

SV 08 Auerbach: Tor: Walzik, M. Müller. Feld: Tannenberger, Weiss (?), Lux, Wannenmacher (?), Schnödt (?), Herold, Schmidtke, Schramm, F. Müller, Wolf, Schöttner (?).
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