Mit neuer Interpretation beim Sollbacher Weiberfasching geglänzt
Ein Märchen mal ganz anders

Die junge Damenwelt aus Sollbach sorgte beim turbulenten Weiberfasching für eine perfekte Einlage. Bild: mos
Von wegen "böser Wolf". Beim Sollbacher Weiberfasching wurde die Geschichte in einer anderen Fassung präsentiert. Sehr zur Freude der Damenwelt, die auch noch Männerbesuch erhielt. Am "Unsinnigen Donnerstag" ließen es die Sollbacher Weiber wieder so richtig krachen. Mit den beiden Musikanten "top music" aus Zell hatten die Organisatoren einen Glücksgriff getan. Kein Musikwunsch blieb unerfüllt.

Im voll besetzten Schächerer-Saal blickte Manuela Schreiner, Vorsitzende der "Narrischen Sollbacher Weiber", auf viele maskierte Frauen. Die Mappacher Weiber traten als Putzgeschwader an, die Sollbacher Weiber selbst waren als Punks vertreten. Für eine Einlage sorgte dieses Jahr der Damennachwuchs aus Sollbach. Mit ihrer Inszenierung "Das wahre Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf" begeisterten sie die Gäste. Dieses Mal war der Wolf nicht der Mörder, sondern das Opfer. Als Darsteller brachten ihre Talente ein: Marina Schwarzfischer (böser Wolf), Theresa Riedl (Jäger), Stefanie Riedl (Mutter vom Rotkäppchen), Lena Weinfurtner (betrunkener Holzarbeiter, zugleich Wolfsmörder), Theresa Weinfurtner (Rotkäppchen), Melanie Weinfurtner (Großmutter) und Sabrina Schuster (Märchenerzähler).

Wahre Entzückung

Rotkäppchen ging in den Wald und bekam Sprengstoff und Haschisch von der Mutter, um die Großmutter zu besuchen. Dabei traf sie auf den Jäger und den Wolf. Der Wolf wollte die Großmutter fressen, diese schlug ihn in die Flucht. Der torkelige Wolf wurde auf dem Forstweg vom Holzfäller überfahren. Durch ihre perfekten Kostüme, Gesten sowie die bis ins Detail geplante Kulisse ernteten die Darstellerinnen viel Beifall für ihre Mühen der Vorbereitung.

Manuela Schreiner erfüllte ihr Anhang einen Lebenstraum. Sie wünschte sich schon immer, eine Prinzessin zu sein. Mit einer rosa Schärpe, Fächer und Prinzessinnen-Krone sowie weiteren Details erfüllten ihr die Freundinnen diesen Herzenswunsch. Zu späterer Stunde traten sechs Sollbacher Männer auf. Mit reizendem Outfit war natürlich die Damenwelt gleich Feuer und Flamme. Mit Melodien wie "Himbeergeist zum Frühstück" oder "Schuld war nur der Jackie Cola" glänzten sie vor johlendem Publikum.
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