Mit Plan effektiv helfen

Azua ist eine Stadt mit über 200 000 Einwohnern im Süden der Dominikanischen Republik, nahe der Grenze zu Haiti. Tourismus, der im östlichen Teil des Landes in Punta Cana, Samana oder Puerto Plata inzwischen für bescheidenen Wohlstand in der Bevölkerung sorgt, existiert hier noch nicht.

Plan-Mitarbeiterin Carina Perez, die vom Spanischen ins Englische übersetzt, berichtet, dass Plan in diesem Gebiet 48 Gemeinden mit über 8600 Familien betreut. Das durchschnittliche Jahreseinkommen der Familien beträgt ungefähr 2000 Dollar (das einfache T-Shirt für Bethels Bruder hat zehn Dollar gekostet). Die Gelder, die die Paten bezahlen, werden nicht an die einzelnen Familien weitergeleitet, sondern für die Entwicklung der ganzen Gemeinde verwendet.

Hier gibt es inzwischen fließendes Wasser und ehrenamtlich betriebene Vorschulen für Kinder unter fünf Jahren. In Azua hat Plan 56 Kindertagesstätten gebaut, in denen die Kleinen auch etwas zu essen bekommen. In den Familien kümmern sich die Plan-Mitarbeiter um Gesundheitsvorsorge, Hygiene, informieren über Kinderrechte und Gewaltprävention. Gewalt gegen Frauen und Kinder ist auch heute noch ein großes gesellschaftliches Problem im ganzen Land. Plan fördert Selbsthilfeprojekte mit privaten Krediten. Nach dem Tropensturm Sandy, der im Oktober 2012 viele der Hütten zerstörte, half Plan aktiv beim Aufbau neuer Hütten.

Obwohl der Tourismus (200 000 deutsche Urlauber) und die Landwirtschaft wichtigste Einnahmequellen sind, leben 40 Prozent der Menschen in der Dominikanischen Republik unter der Armutsgrenze.
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