Mit Pufferzone zum Dorfgebiet

Dem Gemeinderat lag am Dienstag die zweite Änderung des Bebauungsplans Steinäcker auf dem Tisch. Nach den Worten von Michael Wagner, Architekturbüro Schultes, besitzt die Änderung den Charakter einer Neuaufstellung.

Immenreuth. (bkr) Dem 2005 erstellten und 2007 erstmals geänderten Bebauungsplan passte das Gremium die aktuellen Bedürfnisse an. Die Grenzen des Bebauungsgebietes sind davon nicht betroffen und bleiben in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

In Abschnitten erschließen

Es kommen keine zusätzlichen Flächen hinzu, führte Michael Wagner aus. Die Wegeführung erlaube nunmehr eine abschnittsweise Erschließung. Ein Übergangsbereich trenne das reine Wohngebiet des zweiten Bauabschnitts vom allgemeinen Dorfgebiet ab. Im alten Bestand des Dorfgebiets werden die vorhandenen Stallungen gesichert.

Im Übergangsbereich zum Wohngebiet werden Stallungen nicht zugelassen. Es entstehe eine Pufferzone zwischen den landwirtschaftlichen Anwesen und der reinen Wohnbebauung, erläuterte der Ingenieur.

Der verschlankte Bebauungsplan gewährt den Häuslebauern größeren Spielraum und soll verhindern, dass bereits beim ersten Bauantrag Ausnahmegenehmigungen erteilt werden müssen. Insgesamt werden unter Berücksichtigung eines noch ausstehenden dritten Bauabschnitts 86 Parzellen erschlossen. Nebeneinrichtungen wie Kinderspielplätze gehören dazu.

Auf Anfrage von Erich Hader (SPD) erläuterte Bürgermeister Heinz Lorenz, dass unterhalb der das Baugebiets überspannenden 110-Kilovolt-Starkstromleitung auf einer Breite von 28 Metern lediglich Versorgungsflächen, zum Beispiel ein Kinderspielplatz, ausgewiesen werden. Haders Befürchtungen, die Gemeinde könnte auf den zu erwerbenden Grundstücken und Erschließungskosten sitzen bleiben, beziehungsweise die Flächen stünden nicht zum Verkauf an, zerstreute der Rathauschef. Nach seiner Aussage bestehe mit fünf Grundeigentümern Übereinstimmung. Auch ausreichend Bauwerber bekundeten ihr Interesse. Auf Widersprüche bei den zugelassenen Gebäudehöhen und Dachneigungen wies Josef Prechtl (CSU) hin.

Raser auf Schotter

Florian Hösl (Freie Wähler) berichtete von Beschwerden über Raser im noch nicht asphaltierten Bereich des Goldammerwegs im Baugebiet. Verkehrsberuhigende Schritte seien gefordert. "Die Kommune kann nicht alles reglementieren", betonte Bürgermeister Heinz Lorenz. Als reine Anliegerstraße wertete Bernhard Söllner (CSU) die Straße. "Ich käme nicht auf die Idee, den Goldammerweg als Durchgangsstraße zu nutzen", unterstrich er.

Das öffentliche Beteiligungsverfahren zum zweiten Bauabschnitt steht an. Der Termin für die Auslegung im Rathaus wird noch bekannt gegeben.
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