Mit Tempo in die Zukunft

Glücksbringer beim Neujahrsempfang in der Kloster-Aula war die Schornsteinfeger-Gruppe in Arbeitskleidung. Bild: pz

Beim gemeinsamen Neujahrsempfang von Stadt, Kloster und Kirche gab es reichlich Gelegenheit zum Gespräch. Zuvor zeigte sich Bürgermeister Bernd Sommer in der Aula des Klosters optimistisch und selbstbewusst.

Die Feierstunde mit der Neujahrsansprache des Bürgermeisters gestalteten Jennifer und Nathalie Horn sowie Matthias Wolf musikalisch mit handgemachter Gitarrenmusik. Sommer blickte zurück auf das Geschehen im vergangenen Jahr. "Würden Sie sitzen würde ich sagen: ,Lehnen Sie sich zurück und schnallen Sie sich an' ", sagte das Stadtoberhaupt, um wenig später in Schlaglichtern das Geschehen im vergangenen Jahr in Erinnerung zu rufen - darunter besondere Ereignisse wie Kloster-Jubiläum oder Geburtstage diverser Vereine.

"Dürften gerne mehr sein

Beim Weihnachtsmarkt kündigte Sommer eine, wie er sagte "Rundumerneuerung" für 2015 an. Als Höhepunkt nannte Sommer die 34 Geburten in Waldsassen. "Es dürften natürlich gerne mehr sein. Wir freuen uns aber sehr über jeden der Neugeborenen."

Die alte Strahlkraft

Einmal mehr zeigte sich Sommer stolz darauf, dass die Stadt auch im sechsten Jahr ohne auch nur einen Euro Netto-Neuverschuldung ihren Haushalt abgeschlossen hat. "Das interessiert vielleicht keinen mehr, aber das ist durchaus nicht normal", warb Sommer um Verständnis, dass dies bei den Rahmenbedingungen schon ein außergewöhnlicher Erfolg wäre. "Waldsassen hat seine alte Strahlkraft zurückgewonnen", sagte Sommer und zeigte sich dabei äußerst selbstbewusst: "Wir sind das kulturelle Zentrum des Stiftlands." Waldsassen, sagte Sommer, sei Taktgeber für so manche Entwicklung im Landkreis und der Ort, der Lebensqualität bietet und auch wirtschaftlich - langsam aber steig - an Fahrt und Kraft gewinne.

"Waldsassen ist mit hoher Geschwindigkeit auf dem Weg in die Zukunft." Im Ausblick nannte Sommer einmal mehr die bekannten Vorhaben - darunter den Einstieg in die Sanierung des Mühlenviertels, die Fortsetzung der Basilika-Renovierung und die Sanierung der "Deutschen Schule",. besser bekannt als Glück-Villa, sowie des Gärtnerhauses in der Brauhausstraße.

Stadtverwaltung zieht aus

Die Generalsanierung des Rathauses nannte Sommer ebenfalls: Der Auszug sei im Herbst 2015 geplant. Am 17. März gegründet werden soll der Förderverein, der künftig engagiert die Aufnahme des Stiftlandes in die Liste der Unesco-Weltkulturerbe-Stätten vorantreiben soll.

"Leben wird Traditionen"

Sommer ging in seiner Neujahrsansprache auch auf Proteste gegen eine vermeintliche "Islamisierung" ein. Derartige Demonstrationen seien nicht "der beste Weg". "Leben wir unsere bayerischen Traditionen, engagieren wir uns in den unseren Vereinen, besuchen wir die Gottesdienste und trauen uns, christliche Nächstenliebe zu zeigen", sagte der Bürgermeister. "Dann brauchen wir auch keine Angst zu haben, von anderen Kulturen eingenommen zu werden." Hilfesuchenden könne offen und ohne Angst Asyl gewährt werden.
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