Mit Verspätung zu einem Punkt

Ambergs Torwart Matthias Götz rettet im letzten Moment vor David Spies (FC Augsburg II), der das 1:1 erzielt hatte. Bild: Krieger

Dass die Schwaben nicht zu unterschätzen sind, davor hat Trainer Timo Rost gewarnt. Gegen den FC Amberg erzielt die Reserve des FC Augsburg doppelt so viel Tore wie in allen Punktspielen zuvor. Aber Julian Ceesay sorgt dafür, dass der Jubel der Gastgeber nicht allzu groß ausfällt.

Zum ersten Auswärtssieg in dieser Saison hat es zwar nicht gereicht, aber immerhin ein Punkt sprang heraus - der Fußball-Regionalligist FC Amberg trennte sich am Freitagabend vor 305 Zuschauern beim FC Augsburg II mit einem 2:2 (1:1). "Absolut leistungsgerecht", sagte nach dem Schlusspfiff FCA-Teammanager Hubert Kirsch. "Es war ein klasse Spiel von beiden Mannschaften, wobei sich Augsburg wie erwartet weitaus stärker präsentierte, als es der Tabellenplatz aussagte. Wir haben nicht zwei Zähler verloren, sondern einen mitgenommen", so Kirsch.

Die Begegnung im Rosenau-Stadion stand zunächst unter keinem guten Stern. Denn aufgrund der Verkehrslage kamen die Amberger etwas verspätet bei den Schwaben an, so dass das Spiel erst um 18.45 Uhr angepfiffen werden konnte. Die Probleme bei der Anreise waren den Vilsstädtern dann in der Anfangsphase auch etwas anzumerken.

Es entwickelte sich eine Partie zweier Teams auf Augenhöhe, in der die Gastgeber etwas aktiver waren und auch mehr Fehler machten, aber Amberg effektiver agierte. In der 13. Minute gingen die Gelb-Schwarzen durch Marco Wiedmann in Führung. Wieder einmal leistete sich Augsburgs Bundesliga-Reserve in der Abwehr einen kapitalen Bock. Wiedmann schnappte sich das Leder, steuerte Richtung Tor und verwandelte aus 18 Metern ins rechte untere Eck.

Wie Rost angekündigt hatte, versuchte seine Elf, den offensiven Stil durchzudrücken. Und nachdem sich auch die Platzherren nicht versteckten, bekamen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch geboten. So klärte Ambergs Abwehr in der 24. Minute eine scharfe Hereingabe von David Spies, bei der gleich zwei Augsburger einschussbereit gewesen wären. Das war es dann aber mit der Herrlichkeit des FCA II, denn in der Folgezeit traten die Gäste immer souveräner auf. Umso überraschender dann der Ausgleich in der 41. Minute: Efkan Bekiroglu behauptete den Ball und steckte auf Spies durch, der aus 15 Metern unhaltbar für FCA-Schlussmann Matthias Götz vollstreckte - ein glücklicher Ausgleich.

Im zweiten Abschnitt wurden die Schwaben immer mutiger. Bei einer Spies-Flanke stand Richter richtig und nickte aus sechs Metern zum 2:1 ein. Der FC durfte sich bei seinem Keeper bedanken, dass er nicht noch das 1:3 kassierte. Denn Götz parierte reaktionsschnell gegen Albion Vrenezi (66.) und gegen Spies (73.). Nach einer Ecke stieg Julian Ceesay am höchsten und köpfte ungehindert ein. Der eingewechselte Benjamin Werner hatte sogar das 3:2 auf dem Fuß, aber in der 81. Minute fand er, nachdem er sich gegen zwei Abwehrspieler durchgesetzt hatte, in FCA-Torhüter Kastenmeier seinen Meister. In der Schlussphase klatschte ein Heber von Kai Hempel aus 50 Metern auf die Latte (87.) - hier hatte sich Kastenmeier gehörig verschätzt.
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