Mit Wohlklang gegen den Stress

Zeit zum Innehalten in der vorweihnachtlichen Hektik - die Mitwirkenden des Adventsmusizierens in der Corpus-Christi-Kirche luden dazu ein. Chorgesang, moderne Weihnachtslieder, heimische Weisen, Posaunen- und Orgelklänge ließen den Stress, der auch vor einem Pfarrer nicht halt macht, draußen.

Zur Ruhe kommen, sich Gedanken machen, was wirklich Sinn macht, die Seele ausruhen lassen. Dabei die Kerzen am Adventskranz anzünden, ein Adventslied singen", sagte Pfarrer Konrad Schornbaum. Gerade auch die Musik hilft dabei, denn "Musik berührt ganz andere Schichten im Menschen."

Gedichte in Mundart

In Mundart belegte Karin Bleisteiner von der Mülchbanklmuse des Heimat- und Trachtenvereins Erz- und Eisenwalzerboum die Worte des Pfarrers mit einem passenden Gedicht über die "ach so staade Zeit". Von ihrem alten Kripperl, bei dem die Figuren schon arg gelitten haben, erzählte sie in Reimform und lies damit Erinnerungen an Weihnachten in den Zuhörern aufsteigen.

Kurt Dietrich hatte nicht nur seine Bläser vom Posaunenchor bestens im Griff mit Stücken wie "Übers Gebirg Maria geht" von Johannes Eccard, dem Andachtsjodler oder Judas Maccabäus von G. F. Händel, sondern er dirigierte auch den Kirchenchor Eschenfelden: Mit dem Weihnachtslied "Freu dich Erd und Sternenzelt" aus Tschechien und anderen geistlichen Liedern überzeugte der Kirchenchor die Zuhörer.

Ihr "Mülchbankl" mit dem "Kirchenbankl" getauscht hatte die Mülchbanklmuse der Erz- und Eisenwalzerboum. Mit Hackbrett, Kontrabass, Akkordeon, Flöten und Gitarre in wechselnden Besetzungen spielten sie volksmusikalische Stücke und Lieder. Andere Klänge kamen durch die Gitarrengruppe "Projekt 05" unter Leitung von Petra Deyerl. Sie sangen von der "Nacht von Bethlehem" und spielten "Happy Christmas" von John Lennon und Yoko Ono. Von "Tröstet mein Volk" über "Advent ist ein Leuchten" bis zu den "Hirten auf dem Felde" spannte der Gemischte Chor des Gesangvereins Liederkranz Hirschbach den Bogen unter Leitung von Regina Rösch.

Orgeltöne und Segen

Mit der gefühlvollen Pastorale von Corelli und dem "Halleluja" von G. F. Händel ließ Dekanatskantor Gerd Hennecke nicht nur die Orgel jubeln, sondern auch die Herzen der Zuhörer höher schlagen. Nach einem gemeinsamen Lied, Gebet und Adventssegen lud Pfarrer Schornbaum noch zu einem gemütlichen Beisammensein ins Gemeindehaus ein.
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