Mitterteich weltweit wichtig

Zoigl aus der Heimat hatten die Mitterteicher mit nach Mainz gebracht. Im Bild (von links) Finanzvorstand Klaus Rübenthaler, Bürgermeister Roland Grillmeier, Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Heinricht und Gerhard Greim, der Stadtrat, Betriebsrat und Aufsichtsratsmitglied ist. Bild: jr

Für Schott ist das Wirtschaftsjahr gut gelaufen. Das erfuhren die Mitterteicher Stadträte aus erster Hand direkt am Hauptsitz. Der Vorstandsvorsitzende hat seinen Besuch im Stiftland für nächstes Jahr angekündigt.

Strahlende Gesichter auf beiden Seiten: Die Schott-Chefs verkündeten positive Zahlen des Geschäftsjahres 2015. Und die Gäste hörten bei ihrem Besuch in der Schott-Zentrale, wie wichtig Mitterteich für den Konzern ist. "Wannenmäßig ist Mitterteich für uns der größte und wichtigste Standort weltweit", sagte Dr. Frank Heinricht, der seit 2013 Vorstandsvorsitzender ist.

Am ersten Tag ihres Besuchs erkundeten die Stiftländer bei einer Stadtführung Sehenswürdigkeiten wie den Mainzer Dom. Nach einem gemütlichen Beisammensein am Abend in einer der vielen urigen Kneipen stand der zweite Tag ganz im Zeichen des Besuchs bei der Schott AG.

In der ständigen Ausstellung bekamen die Gäste die Produktpalette des Unternehmens zu sehen. "Forschung und Entwicklung sind die Basis des Erfolges", dieses Motto wurde bei der Führung deutlich. Die jedes Jahr neu entwickelten Patente seien wichtig für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Mit dabei in Mainz war Anton Bauernfeind, Controller bei Schott, der in Großbüchlberg zu Hause ist. Rainer Schade, Leiter der Vorstandsbüros, machte deutlich, dass die Schott AG mit neuen Innovationen grundsätzlich nicht nach China gehe, sondern in Deutschland bleibe. Die Sicherung der Produkte in der Heimat sei erheblich besser als im Ausland.

Vier Prozent mehr Umsatz

Beim Rundgang erfuhren die Mitterteicher, in welch vielfältigen Bereichen Schott-Glas zum Einsatz kommt. Im Labor, wo die Ideen erprobt werden, ehe sie in den großen Wannen in Produktion gehen, gaben Ingenieure Einblicke in die Fertigung von Gläsern.

Beim Mittagessen setzten sich Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Heinricht und Finanzvorstand Klaus Rübenthaler zu den Mitterteichern. "Ich freue mich, dass Sie den langen Weg auf sich genommen haben und uns hier in Mainz besuchen", sagte Dr. Heinricht, ein gebürtiger Berliner, und kam gleich zur Sache. "Unser Wirtschaftsjahr endete schon im September. Ich kann Ihnen ein gutes geschäftliches Jahr mitteilen." Der Finanzvorstand präzisierte: "Nein, ein sehr gutes Jahr liegt hinter uns."

Dr. Heinricht sprach von einem Umsatzzuwachs von vier Prozent. "Wir konnten die Profitabilität weiter steigern." Für das neue Geschäftsjahr werde ein ähnliches Ergebnis angestrebt. Genauere Zahlen gebe es demnächst in der Jahresbilanzkonferenz.

In Mitterteich läuft es nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden hervorragend: "Auch in Mitterteich konnte das Ergebnis gesteigert werden, der Standort hat sich sehr gut entwickelt." Durch den Bau der neuen Wanne sei eine weitere Kapazitätserweiterung möglich. Dr. Heinricht prognostizierte für den Pharmabereich weitere Zuwachsraten. "Wenn's Pharmageschäft gut läuft, dann läuft's auch in Mitterteich gut." Den Mitarbeitern bescheinigte er ein effizientes Arbeiten. "Sie dürfen stolz auf Ihr Werk vor Ort sein."

Bürgermeister Roland Grillmeier nannte Schott den größten Arbeitgeber in der Stadt. Gut sei, dass das Betriebsrats- und Aufsichtsratsmitglied Gerhard Greim im Stadtrat vertreten ist: "Kurze Wege sind immer wichtig." Er dankte Schott für die Investitionen von immerhin fast 50 Millionen Euro in zwei Jahren: "Ich freue mich, dass Mitterteich ein wichtiger Standort im Konzern bleibt."

Kapazität erhöhen

Das bestätigte in der Diskussionsrunde Dr. Heinricht. "Wir wollen dort die Kapazitäten erhöhen und die Qualität unseres Glases verbessern." Finanzvorstand Klaus Rübenthaler machte deutlich, dass der Konzern nicht plane, irgendetwas vom Standort Mitterteich abzuziehen. Dr. Frank Heinricht kündigte schließlich an, dass er im kommenden Jahr zur Einweihung der Wanne 19 persönlich nach Mitterteich kommen wird.
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