Mitterteicher Serie gerissen

Der SV Mitterteich verlor am Samstag beim SV Hutthurm mit 0:1. In der Schlussphase wurde Jakub Ryba (links, Szene aus dem Hinspiel) im Hutthurmer Strafraum von den Beinen geholt, der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Bild: Cyris

Die Erfolgsserie des SV Mitterteich in der Landesliga Mitte ist gerissen. Nach neun Spielen ohne Niederlage zogen die Stiftländer am Samstag beim SV Hutthurm mit 0:1 den Kürzeren.

Hutthurm. (cy) "Wegen dieser Niederlage sind wir keineswegs am Boden zerstört. Ein Unentschieden wäre aufgrund der Chancen in der Schlussphase durchaus möglich gewesen. Wir sind wie gegen Cham erneut klar benachteiligt worden, denn die Unparteiische deutete nach einem Foul an Ryba nicht auf den Elfmeterpunkt", erklärte Roland Eckert, der Vorsitzende des SV Mitterteich, nach der 0:1-Niederlage beim SV Hutthurm.

Das Duell der beiden erfolgreichsten Rückrundenmannschaften ging nicht ganz unverdient an die Platzherren, hätte aber auch 1:1 enden können. "Unsere Truppe hat sich gut und vor allem diszipliniert verhalten. Torhüter-Oldie Matthias Zwerenz konnte das 0:1 nicht verhindern, er hat seine Sache sehr gut gemacht. Allerdings wurde ihm auch viel Arbeit von seinen Vorderleuten abgenommen", berichtete Eckert. Als gut herausgespielt bezeichnete er das entscheidende 1:0 von Goalgetter Neunteufel, der damit sein Trefferkonto auf 16 Tore ausbauen konnte. Goldschmidt wurde nicht entscheidend gestört, seine Flanke landete bei Neunteufel und der lochte ein.

Die ersten 75 Minuten waren laut Eckert "nichts für Fußballfeinschmecker". Die Partie war von Taktik geprägt, beide Teams hatten jede Menge Respekt voreinander. Die Trainer legten ihr Hauptaugenmerk zunächst auf Defensivarbeit. Die Stiftländer sorgten in der 15. Minute mit einem Männl-Freistoß für Aufregung, denn der Ball senkte sich auf die Querlatte. Danach tat sich außer dem Neunteufel-Treffer (24.) bis zum Seitenwechsel nicht viel vor beiden Gehäusen.

In den zweiten 45 Minuten erspielte sich Mitterteich ein optisches Übergewicht. "Eine Viertelstunde vor Schluss ging dann beiderseits die Post richtig ab. Jetzt war es plötzlich ein echtes Top-Spiel", so der SVM-Chef. Die Gäste lockerten ihre Abwehr, schalteten auf Risiko um und Zettl hätte sich in der 77. Minute beinahe ein verspätetes Geburtstagsgeschenk gemacht. Das Zuspiel von Hösl hämmerte er volley auf den Kasten, aber der Hutthurmer Keeper konnte klären.

Elfmeter nicht gegeben

Danach ging es auf der Gegenseite rund. Hötzl hatte freie Bahn, aber Göhlert kratzte das Leder in höchster Not von der Linie und Neunteufel vergab frei stehend die Vorentscheidung. "Die etwas überforderte Unparteiische verweigerte uns in der 86. Minute nach einem Foul an Ryba einen Strafstoß", meinte Eckert. Als größte Chance seiner Farben bezeichnete er eine Aktion von Nedbaly nach Zuspiel von Göhlert (87.). "Er hatte freie Bahn, aber der Ball versprang auf dem holprigen Boden. Die lange Nachspielzeit war geprägt von Hektik auf beiden Seiten", fasste Eckert zusammen.
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