Momentan läuft es optimal

Es sah zunächst nicht gut aus für den SV Etzenricht. Denn die Gäste aus Waldkirchen führten mit 1:0. Doch dann wendete sich das Blatt. Jetzt kann der SV Etzenricht verdient in die Winterpause gehen, auf einem Nichtabstiegsplatz.

Etzenricht. (war) Der SV Etzenricht feierte den dritten Sieg in Folge, hätte nach zahlreichen klaren Möglichkeiten im zweiten Spielabschnitt gegen den TSV Waldkirchen auch höher gewinnen können. Was aber noch wichtiger ist: Mit diesem 3:1 in der Nachholpartie kann der SVE auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern und den Relegationsbereich der Landesliga-Tabelle verlassen.

Mit undiszipliniertem Verhalten schwächten sich die Gäste aus dem Passauer Norden erheblich selbst, kassierten dreifach Gelb-Rot. "Unsere Jungs sind nach der Pause wahnsinnig couragiert aufgetreten, das Überzahlspiel ist uns entgegen gekommen, wir haben hoch verdient gewonnen", freute sich Tim Haberl, der zum zweiten Mal als Cheftrainer fungierte.

Er wollte zunächst, dass sein Team die Hausaufgabe, sprich die Deckungsarbeit, ordentlich verrichtet. Das glückte zu Anfang der teils zerfahrenen ersten Halbzeit nur bedingt. Andreas Schimmerer (16.) kam zur ersten Gelegenheit nach einem clever ausgespielten Konter. Der Schusswinkel war zu spitz, Matthias Lippert im TSV-Tor schirmte die Ecke ab. Nach einem Ballverlust auf Höhe der Mittellinie schnappte sich Manuel Karlsdorfer das Spielgerät, setzte sich kraftvoll über die linke Außenbahn durch. Matthias Karlsdorfer stand mittig goldrichtig und drückte die scharfe Hereingabe zum Führungstreffer über die Linie. Bis dahin hatte die Hollmüller-Elf auch ihre beste Phase, denn nach dem postwendenden Ausgleich übernahmen die Gastgeber sukzessive die Initiative. Das 1:1 entwickelte sich über einen weiten Einwurf, Martin Pasieka schraubte sich hoch und verlängerte mit dem Scheitel.

Mit einer gefährlichen Freistoß-Aktion eröffneten die Platzherren nach dem Wiederanpfiff die Offensive. Aber der Gäste-Keeper störte Tobias Plössner in letzter Sekunde beim Abschluss aus sechs Metern Distanz. In Überzahl glückte der zu diesem Zeitpunkt überfällige Führungstreffer. Pasieka schickte Andreas Müller auf der rechten Seite, dessen Zuspiel leitete Andreas Pollakowski maßgenau auf Schimmerer ab und dieser vollstreckte aus vollem Lauf. Weiter ging es fast im Minutentakt in Richtung TSV-Tor. Pasieka (70.) wurde elfmeterverdächtig im Strafraum ausgebremst, Thomas Schärtl (72.) versuchte es mit einer Direktabnahme und Schimmerer (73.) traf aus vier Metern Entfernung das Standbein des Waldkirchener Schlussmanns. Das Glück fehlte in der Folge auch SVler Müller, sein Abschluss nach feinem Solo (82.) driftete am Pfosten vorbei. Den Schlusspunkt setzte dann "Joker" Schärtl. Über die linke Seite dribbelte sich der Stürmer in den Strafraum, sein Flachschuss wurde leicht abgefälscht und zappelte zum Endergebnis im Netz.

Im Angriff war vom TSV wenig zu sehen. Torjäger Martin Krieg (16 Saisontreffer) hatte sich schon frühzeitig mit dem guten Schiri angelegt, so dass er sich die in der Schlussminute verhängte Ampelkarte regelrecht abbettelte.

"Kompliment an die ganze Mannschaft. Was der Mini-Kader die letzten Wochen geleistet hat, war eindrucksvoll", bilanzierte SV-Abteilungsleiter Manfred Herrmann am Ende und bedankte sich bei René Wächter für seine Klasseleistungen bei der Vertretung des gesperrten Michael Heisig. Wächters Serie hielt einmal mehr, nach fünf Siegen in der Rückrunde der Vorsaison gewann er das vierte Match als Stellvertreter im laufenden Wettbewerb.
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