Müttern lernen Baby-Massage und deren Vorzüge kennen
Streicheln verbindet

Susanne Geiger-Vogt (Zweite von links) zeigte den Müttern viele wirksame Massagetechniken. Bild: jzk
Kemnath. (jzk) Nicht aufgepasst oder zu spät reagiert, und schon hat man sich mit dem Arm irgendwo angestoßen. Instinktiv reibt sich dann jeder über die schmerzende Stelle. So gesehen ist die Massage eines der ältesten Heilmittel. Bei Babys hat sie zudem weitere positive Effekte.

Welche, das erfahren derzeit Eltern in fünf Vormittagskursen im Familienzentrum Mittendrin. Als Referentin hat Jessika Wöhrl-Neuber Susanne Geiger-Vogt gewonnen, die Mütter von Kindern bis zu sieben Monaten die Grundlagen der Babymassage vermittelt.

Immunsystem stärken

"Bei der Babymassage sollen Körperwahrnehmung und Immunsystem gestärkt werden", betont die 24-jährige Krankenpflegerin aus Kirchenpingarten. Sie zeigt den Teilnehmern Techniken, die im Ernstfall, beispielsweise bei Koliken, erfolgreich angewandt werden können. Sanftes, rhythmisches Streicheln der Hände über bestimmte Körperpartien wie den Bauch hat laut der Mutter eines dreijährigen Sohnes zudem eine sehr beruhigende Wirkung und fördere das Einschlafen.

Als tägliches Ritual

Zudem stärke das Massieren die Bindung zwischen Mutter und Kind. "Babymassagen können auch für Väter toll sein", weiß Geiger-Vogt aus Erfahrung. Sie kämen oftmals bei der aktiven Pflege zu kurz, besonders wenn sie tagsüber in der Arbeit sind. Eine regelmäßige Massage vom Vater, vielleicht vor dem Zubettgehen, könne so zum Ritual werden. Laut einer Studie fördern Babymassagen die Gesundheit. Die Kinder seien weniger krank und dadurch seltener beim Arzt, berichtet die Referentin.

Wegen der großen Nachfrage beginnt ab Montag, 6. Juli, 10 bis 11 Uhr, ein neuer Babymassagekurs. Anmeldungen an das Familienzentrum unter team@mittendrin-kemnath.de oder zu den Öffnungszeiten unter Telefon 09642/70 33 800. Der Preis für fünf Termine beträgt 35 Euro.
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