Mundart und Musik

Sie garnierten das Frauenkreis-Frühstück mit lustigen aber auch nachdenklich stimmenden Beiträgen: Die Mundartdichter Wolfgang Leo Bäumler (rechts) und Gertraud Mois (links). Mit dabei war auch Christa Heidrich (Mitte) Bild: bk

Die Akkord-Ziethergruppe startete mit dem Stück "Schön ist der Morgen". Und Vorsitzende Christa Heidrich begrüßte die Gäste mit einem Reim. Keine Frage, an diesem Vormittag ging es zünftig zu.

"Liawe Leit, der Frauenkreis trifft sich heit, zu Schlemmereien und Dichtungskunst, mit Musi und viel Freid a sunst", dichtete Heidrich. Das von Mitgliedern kreierte Riesenbüfett im Foyer des Gemeindehauses hatte die Qualität eines Vier-Sterne-Hotels. Zwei kurzweilige Stunden mit Wolfgang Leo Bäumler und Gertraud Mois vom Arbeitskreis Mundart-Dichter komplettierten das Programm.

Literarische Bauernseufzer wie "Wöidarawöll", "Da Schröidl-Sepp", "Da Huber-Bauer" und "D "Sterbglockn leit" zeigten, dass die Oberpfälzer selbst dem Sterben mit Humor begegnen. Für Lachsalven sorgten ferner "Die erste Trauung" und "Doppelte Moral". Dass die alten bayerischen Vornamen langsam austerben, verdeutlichte der "Standesbeamte" Bäumler anhand einer Aufzählung von Namen: "Francoise Dannbichler, Raquel Unterhuber, Nastassia Kraxenberger, Ginger Oberholzer und so weiter."

Nachdenklich stimmten die Beiträge der Denkenreuther Bäuerin Mois "A Plauderei so nebnbei", "Host a Familie, host a Daham" und eine Anekdote zum Muttertag. Unter dem Titel "Pfeilgrod" nahm Mois humorig Bezug zum aktuell diskutierten Tanzverbot an geschützten Feiertagen. Ein weiteres Gedicht handelte von der Zeit. Mois brach abschließend eine Lanze für den Oberpfälzer Dialekt: "Sag nicht Tschüß, sondern "Pfaid Gott."
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