Museum mächtig in den Miesen

In gut vier Wochen strahlen sie wieder, die weihnachtlichen Lichter auf Maffei. Bis dahin hat der Verein noch jede Menge Arbeit. Bild: swt

Der Förderverein Maffeispiele muss in gut vier Wochen wieder seine größte Veranstaltung stemmen. Die Bergwerksweihnacht wirft ihre Schatten voraus. Und sie ist auch für die Kassenlage des Fördervereins dringend notwendig, betonte Michael Grüner, Vorsitzender des Vereins.

Das Geld aus der Bergwerksweihnacht ist nötiger denn je. Mit den Einnahmen können zum einen die Verluste aufgefangen werden, die der Verein in diesem Jahr beim Museumsbetrieb machte und zum anderen notwendige Investitionen getätigt werden. Rund 13 000 Euro minus schrieb heuer der reine Museumsbetrieb. Auch die Besucher des Bergbaumuseums blieben in diesem Jahr hinter den Erwartungen zurück. Waren es 2013 noch 738 reine Museumsgäste, so besuchten 2014 nur 431 Menschen das alte Schachtgelände. Unterhalten werden muss es trotzdem.

Strom, Wasser und weitere Instandhaltungsmaßnahmen stemmte der Förderverein unter der Mithilfe vieler Ehrenamtlicher, betonte der Vorsitzende in seinem Rückblick. Und auch verschiedene Baustellen wurden aufgemacht und abgeschlossen.

2. Vorsitzender Mathias Regn erläuterte die wichtigsten der rund 40 Arbeiten. Der Elektroraum wurde renoviert, eine Werkstatt geschaffen, eine Fossilienausstellung aufgebaut und ein Lager für die über 3000 Glühweintassen errichtet. Michael Grüner war zufrieden mit der Resonanz auf die Veranstaltungen in diesem Jahr.

Hütten schon vorbereitet

Die Maffeispiele in ihrer abgespeckten Form lockten rund 800 Gäste, ein Magnet ist auch der Motorradgottesdienst im historischen Ambiente der Schachtanlage, "der allerdings heuer durch Starkregen fast ertrank". Auch die Lesung Maffei-Spezial im Herbst erfreute sich guten Besuches. Und die größte Veranstaltung kommt erst. Rund 120 Helfer stemmen am 2. Adventswochenende die Bergwerksweihnacht, die heuer auf 80 Aussteller anwachsen wird.

Der Keller, in dem in den vergangenen Jahren die Kinderweihnacht organisiert war, ist in diesem Jahr erstmals Kulisse für weitere Aussteller. Auch erfolgt hier der Zugang zur Schachthalle. Grüner dankte bereits im Vorfeld den vielen Helfern, als Beispiel nannte er das Busunternehmen Cermak, das den Shuttleservice zum Festgelände schultert. 3000 Buskilometer fuhren die Fahrer 2013 mit ihren Bussen, um die Menschen zur Bergwerksweihnacht zu bringen. Rund 150 Holzpyramiden holten Helfer bereits aus dem Sommerquartier, auch die Hütten sind schon für den Transport vorbereitet. Viel Arbeit wartet auf die Helfer aber auch an den kommenden Wochenenden, um dieses weihnachtliche Event vorzubereiten. Danach denken die Maffeianer an die nächsten Baustellen. So soll in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach das Dach der Maschinenhalle II saniert und mit einem Zwischenboden versehen werden.

Diese "Kreis-Angelegenheiten" vorantreiben will auch Bürgermeister Joachim Neuß mit seinen Auerbacher Kreistagskollegen. Er sprach von einer eindrucksvollen Bilanz des Fördervereins und lobte die logistische und komfortable Richtung, die die Schachtanlage zum Eventgelände werden lässt. Neuß sprach von künftigen Kulturveranstaltungen, die auch auf Maffei stattfinden sollen.

Außerdem wird die Stadt vorschlagen, das Marketing für das Museum in ein neues EU-Förderprogramm einzubinden. Neuß überreichte an den Vorsitzenden den fast fertigen neuen Museumsflyer der Stadt, in dem auch das alte Bergwerk bei Nitzlbuch vorgestellt wird.
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