Musik macht glücklich

Das Publikum im Großen Saal von Schloss Theuern war so zahlreich und spendenfreudig, dass Organisatorin Margit Meier (mit gelber Jacke) rund 2000 Euro für Flika verzeichnen durfte. Bild: e

"Mal sehen, ob die Geige nach dem Urlaub noch klingt", scherzte Florian Meierott hinter der Bühne. Pianistin Jutta Müller-Vornehm meinte: "Wir wollen ein Konzert bieten, das die Zuhörer glücklich macht, besonders dann, wenn es sich um so eine Veranstaltung handelt."

Gemeint war das Benefizkonzert für Flika, den Förderverein Klinik für Kinder & Jugendliche am Klinikum St. Marien Amberg. Meierotts Geige, von Pietro Guarneri 1703 in Mantua gefertigt, klang unter seinen Händen geradezu artistisch, höchst feinsinnig und sensibel. Dabei hatten Meierott, beinahe respektvoll "Teufelsgeiger" genannt, und Jutta Müller-Vornehm große Werke in ihrem Repertoire. Meierott: "Unsere Musik soll mitreißend sein, bewegt sich jenseits der ausgetretenen Pfade der Klassik." Will heißen: Dieses Konzert war nicht die oft übliche leichte Kost, es war eine musikalische Hochleistung.

Als "Robin Hood der Geige" wird Meierott (46) auch bezeichnet. Er lehrt an der Hochschule für Musik in Würzburg. Das vielköpfige Auditorium wertete das Konzert schon zur Pause als musikalischen Genuss, wofür auch die schwereren Violin-Werke von Beethoven, Brahms, Saint-Saens, de Sarasate, Rimsky-Korsakov oder Paganini sorgten. "Die Leute sollen danach anders rausgehen, als sie gekommen sind", sagte die Pianistin. Das taten sie auch - um ein Erlebnis reicher. Meierott ist in der ganzen Welt mit seiner Geige unterwegs, doch in Theuern war er zum ersten Mal. Hier ginge ein Lebenstraum für ihn in Erfüllung, sagte er: Seine Mutter stamme aus Amberg, da sei er ein bisschen nervös.

Das galt wohl auch für Organisatorin Margit Meier: Klappt alles, sind alle zufrieden, bekommen wir einen respektablen Reinerlös? Denn der ging komplett an Flika. Es war eine Premiere für den Förderverein - und ein toller Erfolg. Margit Meiers Fazit: "ein super Abend". Das Zusammenspiel von Meierott und Müller-Vornehm bezeichnete sie als genial, womit sie wohl auch mit dem Publikum übereinstimmte.

Die beiden Akteure spielten ohne Gage, ließen sogar noch CDs zurück, deren Verkaufserlös ebenfalls Flika zugute kommen sollen. Die Bewirtung im Foyer war Sache von Flika. Rund 2000 Euro erbrachte der Abend, bilanzierte Margit Meier.
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