Musikalischer Lobpreis

Ein Magnifikat sowie Marienlieder, die nur selten zu hören sind, erklangen beim Konzert in der Wallfahrtskirche Weißenbrunn. Unter der Leitung von Kantor Ottmar Schmitt beeindruckten die Sänger und Instrumentalisten mit ihren Darbietungen die zahlreichen Zuhörer in dem nach den Plänen von Balthasar Neumann erbauten Gotteshaus. Bild: ü

"Frank'n wie Pfälzer" waren gleichermaßen begeistert: Beim Mariensingen in der Wallfahrtskirche Weißenbrunn wurde einmal mehr spürbar, wie tief der Lobpreis und die Meditation der Lebenssituationen Mariens in Brauchtum und Volksfrömmigkeit verwurzelt sind.

Gerade im Marienmonat Mai kann die Verehrung der Gottesmutter vor dem Hintergrund der blühenden Natur auf vielfältige Weise zum Ausdruck gebracht werden. So war es auch in der Wallfahrtskirche Weißenbrunn, die Teil der Pfarrei Neuzirkendorf ist.

Lieder und Instrumentalstücke sowie Volksgesang wechselten sich in dem von Balthasar Neumann erbauten Gotteshaus an der Grenze zwischen Altbayern und Franken ab, untermauert mit geistlichen Worten von Dekan Dominik Sobolewski aus Auerbach. Ihm gelang es vorzüglich, mit Betrachtungen über die Gottesmutter diese den Zuhörern näher zu bringen - ohne den Heiland, den Auferstandenen, zu vergessen, wie er im Besonderen betonte.

Organisator und Kantor Ottmar Schmitt war es gelungen, namhafte Sänger und Instrumentalisten für das Konzert an diesem lauen Maiabend zu gewinnen. Es musizierten Birgit Muzzolini (Sopran), Maria Schmitt (Alt), Norbert Lodes und Rene Bauer (Trompete), Evgenia Stelmakh, Angela Kutsche, Irene Münch und Frieda Neubauer (Violine), Martin Schmitt (Bratsche), Anna Katharina Schwietzke (Cello), Jürgen Hiltl (Kontrabass) und Ludwig Schmitt (Orgel). Auch die Mitglieder des Sankt-Thomas-Chors aus Trockau, darunter Bayreuths Landrat Hermann Hübner, hatten sich im Altarraum aufgebaut, als Schmitt vor überfülltem Haus den Taktstock für das Magnifikat für Sopran- und Altsolo, Chor, Orchester und Orgel hob.

Auf dem Programm standen zudem zahlreiche Marienlieder, die im Alltag gewöhnlich nur selten zu hören sind. Darunter waren "Sancta Maria, Mater Dei" von Wolfgang Amadeus Mozart, "Marie, Mater gratiae" des Salzburger Meisters Johann Ernst Eberlin, einem Vorgänger Mozarts, und das "Sei gegrüßt, o Jungfrau rein" von Michael Haller. Aus vollen und kräftigen Kehlen sangen die Zuhörer das beliebte Marienlied "Maria Maienkönigin" mit.
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