Musikanten spielen zünftig auf

Initiator Gerhard Thurn (Zweiter von rechts) begrüßte wieder an die 20 Musikerfreunde aus der ganzen Region - darunter viele Stammgäste - im Saal des Schützenhauses. Sichtlich Spaß hatten dabei diese vier "lustigen Musikanten" - ebenso das Publikum, das bis in die späten Abendstunden blieb. Bilder: edo (2)

Es ist eine Plattform für traditionelle Musik: Jedes Jahr kommt zur Oberbibracher Kirwa die regionale Musikantenszene zusammen. Auch das Publikum findet das gemeinsame Musizieren toll.

Zahlreiche Barden und Instrumentalisten folgten wieder dem Ruf von Gerhard Thurn ins Schützenhaus, und auch die Zuhörer strömten in Scharen zur 16. Auflage des Musikantentreffens. Der bereits nachmittags restlos besetzte Saal wurde erfüllt von bayerischen und böhmischen Klängen.

Das Publikum schunkelte mit und ließ sich dazu Kaffee und Kuchen schmecken. Die Kleinen vergnügten sich in der Hüpfburg zu den zünftigen Rhythmen. Bis in den späten Abend hinein ging das lustige Treiben. "Manch einer der Gäste musste sogar daheim um Verlängerung bitten", verriet Thurn augenzwinkernd.

Auf der Bühne holten die Größen der regionalen Musikantenszene derweil alles aus ihren Instrumenten heraus. Zwischendrin gab es die eine oder andere amüsante Anekdote. Das Begrüßungskonzert gab angesichts der "guten nachbarschaftlichen Verbindung" die ehemalige Jugendblaskapelle Creußen.

Georg Lauss aus Neuzirkendorf spielte mit Gitarre und Akkordeon auf, Theo Helgert aus Weiherhammer gab mit seiner Steierischen böhmisches und fast vergessenes Liedgut zum Besten. Auch der Riglasreuther Josef Sturm begeisterte mit der Steierischen. Aus Tirschenreuth reiste Alois Lippert, ebenfalls ein Kulturträger alten Liedguts, an; Sepp Lobenhofer aus Schwarzenfeld übernahm mit seiner Gitarre die Begleitung. Mit dem Akkordeon kam Gerhard Reul aus Wunsiedel.

Der jüngste Teilnehmer, Philipp Kleber aus Kirchenthumbach, erwies sich mit der Steierischen als wahre Stimmungskanone. Für ordentlich Schwung sorgte auch das Trio "Frankenmafia" um Thomas Haas, das in Begleitung von Sepp Lobenhofer und David Hoffmann (Gabellohe) aufspielte. Die "Koiser Weiber" - Theresia und Gabi Eisend - brachten den Saal mit "selbst gestrickten" Liedern, Texten und Witzen zum Kochen.

Ihr Können ebenfalls unter Beweis stellten die Neulinge Fabian Gradl aus Neuzirkendorf und Martin Kimich aus Kulmain. Nicht zuletzt stießen die Auftritte von Lokalmatador Alexander Thurn sowie Helmut Bößl aus Schlammersdorf auf großen Anklang beim Publikum. Letzterer begeisterte vor allem mit Witzen und Trinksprüchen.

Goutiert wurde das Werk der Musiker mit viel Applaus. Besonders glücklich zeigte sich Organisator Gerhard Thurn darüber, dass viele der Mitwirkenden bereits öfter dabei waren. Thurn, hauptberuflich Landwirt und ehrenamtlich Schützenchef, ist der Erhalt des traditionellen Liedguts ein großes Anliegen. Das 17. Musikantentreffen, so der Initiator, sei für 2016 bereits fest im Terminkalender verankert.
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