Musiker feilen so richtig auf

Ein Abend, prall gefüllt mit Musik und Gesang, eine deftige Brotzeit zwischendurch - die Verantwortlichen des Heimatvereins trafen mit der Veranstaltung "Rieden singt und musiziert" im Landgasthaus Zum Bärenwirt voll ins Schwarze.

(sön) Heimatvereinsvorsitzender Hubert Haas hieß die Musikanten und das Publikum willkommen: "I frei me, dass ihr alle kumma seid, und etz fang ma a". Mit "Sunny Samba", dem "Riverman Blues" und der Rocknummer "Peter Gun" stimmte das Junior-Ensemble der Blaskapelle St. Georg unter Leitung von Elke Beer auf den Abend ein. Mit "Close finish" hatten sie auch noch eine Zugabe parat.

"Ihr wart spitze", lobte Moderator Gerhard Schnabel und forderte die Musiker gleich zum Mitmachen beim Marktsonntag auf. Vor etwa zehn Jahren zur Schlossbergweihnacht waren D'Hirtn gegründet worden, sie singen zwei- und auch dreistimmig "als richtige Hutzamuse" Lieder aus der Oberpfalz sowie dem bayerisch-österreichischen Raum. Mit "Ja, unser Bauer", "Und wenn's an schiana Summa gibt" und "Ober d'Ochsen" gaben die sechs Männer Kostproben ihres Repertoires.

Marsch der Feuerwehr

Seit acht Jahren spielt Theresa Weinfurtner auf ihrer Steirischen, kündigte der Moderator die 16-Jährige an. Mit der "Tiroler Buam-Polka" und dem "Marsch der Freiwilligen Feuerwehr" zog sie so richtig vom Leder. "Wenn die Familie Tratscherl" und "Rappnschwarz is umadum" sangen die sechs Damen des Riedener Dorfgesangs. Seit rund zwölf Jahren gibt es die Gruppe, die noch schelmisch frech mit "Bin i g'sund, is ma recht" so richtig loslegte und sich über viel Beifall freute.

Als "musikalisches Nachwuchstalent" wurde der 80-jährige Walter Lochner vorgestellt, der mit der Haflinger- und der "Oberkrainer-Polka" seine Virtuosität auf dem Schifferklavier demonstrierte. Danach legten Richard und Sebastian Zapf mit Quetschn und Cajon so richtig los,

Sie spielten und sangen von Herz und Schmerz sowie einer gewissen Rosamunde, wussten auch von der "Barbara, auf der Bruck trara" zu erzählen. Als der Fonse mit seinem Klarinetterl und der Bose mit seiner Quetschkommoden angekündigt wurden, meinte der Fonse bescheiden: "Wer uns scho kennt und nimma hör'n mog - ka awal draussn raucha". Mit "Bauernviach", "Grüaß de Gott, Frau Wirtin" und "Oba s' Wirtshaus lasst me net aus" feilte das Duo so richtig auf.

Volksmusik zum Schluss

Mit "Nix Amore" brachten die beiden den Saal zum Toben. Zwischen den Auftritten las Schnabel vom "Schlauen Girgl" aus "D'Zeit vagäiht", Erhard Richter erzählte von "oam, der fensterln wollt und etz liawa ins Wirtshaus geht und a Bier sauft". Nach der Pause begeisterten noch einmal alle Gruppen und Solisten mit Volksmusik das Publikum.
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