Mutter Gottes soll pilgern

Eigentlich beginnt alljährlich die Fahrenbergwallfahrt am 1. Mai mit einer großen Prozession zur Mutter Gottes hinauf auf den Fahrenberg. Wegen der Innensanierung der Wallfahrtskirche muss das Wallfahrtsjahr heuer in der Pfarrkirche St. Sebastian in Waldthurn gefeiert werden.

Waldthurn. (fvo) Die Bauarbeiten am Gotteshaus auf dem über 800 Meter hohen Fahrenberg sollen in den nächsten Wochen starten. Bei einem Ortstermin erörterten Architekt Rudolf Meißner, seine Mitarbeiterin Petra Reil, Pfarrer Marek Baron, Fahrenberg-Mesner Josef Riedl und die beteiligten Firmen das Vorhaben. Laut Josef Gallitzendörfer, der für den verhinderten Kirchenpfleger Max Kick den Termin wahrnahm, liegt die stiftungsaufsichtliche Genehmigung der Bischöflichen Finanzkammer noch nicht vor. Sobald diese eingetroffen sei, könne man beginnen.

Alle Messen in Waldthurn

Am Freitag, 1. Mai, wird das Wallfahrtsjahr um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Sebastian mit einem Festgottesdienst eröffnet, um 19 Uhr wird an gleicher Stelle die erste Maiandacht gefeiert. Pfarrer Baron sagte, man sei derzeit bemüht, das Originalgnadenbild vom Fahrenberg in die Pfarrkirche zu überführen. "Man muss erst klären, ob durch die unterschiedlichen klimatischen Verhältnisse in beiden Gotteshäusern dies schadensfrei möglich ist." Sollte dies gelingen, würde das Gnadenbild zum 1. Fahrenbergfest - am Dreifaltigkeitssonntag (31. Mai) - in der Pfarrkirche beim Festgottesdienst mit Weihbischof Reinhard Pappenberger stehen.

Alle Gottesdienste finden laut Baron grundsätzlich bis Ende der Renovierung in Waldthurn statt. "Männerwallfahrt oder auch Motorradgottesdienst kann man bei entsprechender Witterung eventuell am Fahrenberger Freialtar abhalten." Dies müsse man von Woche zu Woche entscheiden. Die Dreifaltigkeitskapelle sei aber wie gewohnt geöffnet.

Hoher Eigenanteil

Die optimistische Planung sei, dass zum 1. Mai 2016 die Fahrenbergwallfahrt bereits im der renovierten Kirche eröffnet werden kann. "Die Planungskosten für die Maßnahme belaufen sich auf 1,16 Millionen Euro. Der Eigenanteil für die katholische Kirchenstiftung liegt bei 40 bis 45 Prozent", erklärte Kirchenpfleger Kick.
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