Nach 210 Tagen im Amt als Bürgermeister der Gemeinde Freudenberg zog Alwin Märkl bei einer Bürgerversammlung in Paulsdorf eine Bilanz seiner bisherigen kommunalpolitischen Tätigkeit. Unschwer zu erkennen war bei einzelnen Projekten die Handschrift seines Vorgängers Norbert Probst.
Eine richtungsweisende Ära

Mit dem Umzug ins Gemeindezentrum Hammermühle begann eine richtungsweisende, zukunftsorientierte Ära.
(sche) "Mit dem Umzug ins Gemeindezentrum Hammermühle begann eine richtungsweisende, zukunftsorientierte Ära", stellte Märkl fest. In seinem Bericht erklärte er, dass nicht nur ein professionelles Arbeitsumfeld für die Verwaltung gebaut, sondern auch der Beschluss der Gebietsreform vollzogen worden sei. Die tatsächlichen Kosten in Höhe von 2 747 633 Euro seien gegenüber dem Voranschlag um zwei Prozent überschritten worden.

Zwei Visionäre verloren

Wie der Bürgermeister erinnerte, wurden aus der Gemeindeverwaltung Hans Scharnagel nach 20-jähriger Tätigkeit als Schulbusfahrer und Renate Schorner nach 15 Jahren als Reinigungskraft verabschiedet. Richard Zweck und Andrea McAllister feierten 25-jähriges Dienstjubiläum.

Der plötzliche Tod von 2. Bürgermeister Hans Haller und Gemeinderat Klaus Peter habe die Gemeinde erschüttert. "Mit den beiden verlor das Gremium zwei Visionäre, Vordenker und Arbeiter für eine bessere Zukunft", würdigte Märkl. Den Nachrückern Christian Tröster aus Hiltersdorf und Astrid Knab aus Geiselhof obliege es, die Lücken zu füllen.

420 Feuerwehrdienstleistende, darunter 68 Jugendliche, in den acht Feuerwehren sorgen laut Märkl für Sicherheit. Die Stützpunktfeuerwehr Freudenberg-Wutschdorf erhielt ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug im Gesamtwert von 380 000 Euro. Die Feuerwehr Etsdorf begann unter einer neuen Führung in viel Eigenleistung mit der Sanierung des Gerätehauses. Auch erhält sie ein neues Fahrzeug mit Kosten etwa 80 000 Euro.

Anschaulich präsentierte das Gemeindeoberhaupt die Einwohnerentwicklung der 1970 gebildeten Großgemeinde. Dem kinderreichen Jahrgang 2012 (56 Geburten) ist der Anbau beim Kindergarten Lintach geschuldet. Von den geschätzten Kosten von 500 000 Euro hat die Kommune ein Drittel zu tragen. Märkl erhofft sich, dass der restliche Ausbau der Staatsstraße 2399 zwischen Raigering und Lintach in den Jahren 2015 und 2016 für jeweils rund eine Million Euro nun endlich realisiert wird.

Mit der Versetzung des Ehrenmals und dem damit einhergehenden Bau von Kirchenaufgang und Gehsteig wird laut Bürgermeister die Dorferneuerung in Lintach fortgesetzt. Mit den Ausschreibungen der einfachen Dorferneuerungen in Hiltersdorf und Bühl - Kosten: jeweils 500 000 Euro - wurde begonnen. Die Dorferneuerung mit Flurordnung in Greßmühle wird im Zuge des Hochwasserschutzes Krumbachtal gefördert.

Wie der Bürgermeister informierte, amortisieren sich durch Stromeinsparungen in den kommenden fünf bis sechs Jahren die anteiligen Kosten in Höhe von 108 000 Euro, die durch die Umstellung von 386 Pilzleuchten auf LED anfallen.

Mehrere Varianten

Für den anstehenden Bau der Wasserversorgung werden laut Märkl aktuell drei Varianten geprüft und berechnet, beim Bau der Abwasserleitung sind es zwei Varianten, die beleuchtet werden.

Bei der gut besuchten Veranstaltung lag ein schriftlicher Antrag eines Gemeindebürgers hinsichtlich die Anwendbarkeit der neuen 10-H-Regelung für den Windpark in der Konzentrationszone bei Witzlricht vor. Das Thema wurde ausführlich diskutiert. Die Entscheidung hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag, 2. Dezember, zu treffen.
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