Nach 30 Jahren wieder Bürgerfest

Bürgermeister Heinz Lorenz (rechts) ging mit den Vereinsvertretern die Pläne für den Veranstaltungskalender 2015 durch. Bild: bkr

Der Ball der Vereine ist vorerst Vergangenheit. Am Montag beschlossen die Vereinsvorsitzenden, die traditionelle Faschingsveranstaltung aus dem Kalender für 2015 zu streichen. Dafür sollen neue Termine hinzukommen.

Immenreuth. (bkr) Bei der Planung im Sportheim gaben die schlechten Ergebnisse der beiden vergangenen Jahre den Ausschlag, den Ball der Vereine zu streichen. So blieben 2013 unterm Strich nur noch 50 Euro übrig, in diesem Jahr stand laut Geschäftsführer Wolfgang Kilgert von der Gemeindeverwaltung sogar ein Minus von rund 500 Euro zu Buche, wenn die Ausgaben für Schwungtücher noch von den Einnahmen abgezogen werden.

Zu dem zur Diskussion gestellten Ball der Vereine führte Bürgermeister Heinz Lorenz aus, dass ein Organisationskomitee fehle. Sein Vorgänger Peter Merkl, der den Vorsitz übernommen hatte, legte das Amt nieder. Aus den Einnahmen sei in der Vergangenheit viel bezahlt und angeschafft worden, so die Geschenke an die Primizianten, Kühlschränke und Stehtische. 2000 Euro befinden sich noch auf dem Konto.

Nur 153 Karten verkauft

Bei dem diesjährigen Ball fanden nur 153 Karten einen Abnehmer. Gering war das Interesse der Immenreuther selbst. Zweidrittel seien Auswärtige gewesen, wurde festgestellt. Sowohl in der erst drei Wochen zuvor erfolgten Ankündigung als auch in der Musikkapelle sahen die Vorsitzenden den Grund für den schlechten Besuch. Dazu kam, dass die Beteiligung der Vereine bei der Organisation des Balls rückläufig war.

Am Montag fand sich kein Verantwortlicher für die Weiterführung der Veranstaltung. Allerdings müsse die Entscheidung noch nicht das endgültige Ende für den Ball der Vereine sein. Bürgermeister Heinz Lorenz blickte hier auf das Starkbierfest der SPD. Der Sportverein habe es wieder zu einem Erfolg gemacht.

Nach fast 30 Jahren soll auf Anregung des Rathauschefs das Bürgerfest wiederbelebt werden. Ein Termin dafür steht noch nicht fest. Wie Rektorin Gudrun Lehner mitteilte, verzichtet die Grundschule in diesem Jahr auf die Weihnachtsfeier, um Hektik aus der Adventszeit zu nehmen. Stattdessen sei im Januar oder Februar ein Winterfest geplant Sie lud die Vereine ein, bei der Ausgestaltung behilflich zu sein. Denkbar wäre für sie, das Fest am Tannenberglift zu gestalten.

Dem Vorbild der umliegenden Kommunen folgend, strebt Jugendbeauftragte Petra Höhne an, den Kindern im Sommer ein Ferienprogramm anzubieten. Die Vereine sollen bereits jetzt über Angebote nachzudenken. Die Gemeinde wird sie im Frühjahr einladen, um ein Aktionspaket zu schnüren.

Ab 2016 soll ein Empfang der Gemeinde das neue Jahr einleiten. Wie Bürgermeister Heinz Lorenz ausführte, soll damit Vereinen auch eine Plattform gegeben werden, verdiente Mitglieder für ihren ehrenamtlichen Einsatz auszuzeichnen. Zudem ist beabsichtigt, das besondere Engagement von Gemeindeangehörigen öffentlich mit einer Bürgermedaille zu würdigen.

Drei Tage Wehr-Jubiläum

015 startet einmal mehr im Naturerlebnisbad mit dem Neujahrsschwimmen. Aus den bekannten Veranstaltungen der Vereine hebt sich die 140-Jahr-Feier der Feuerwehr Ahornberg vom 19. bis 21. Juni heraus. Die Reservistenkameradschaft organisiert am 20. Juni die Bezirksmeisterschaft des Reservistenverbandes Oberfranken. Am schlechten Wetter darf nicht wieder das Freibad in Flammen scheitern. Die Initiative Schwimmbad Immenreuth im Kemnather Land (ISI) hat dafür den 4. Juli in den Terminkalender eingetragen. Nach zweijähriger Pause bietet die Schützengesellschaft am 29. November kein Truthahn-, sondern ein Weihnachtsbratenschießen an.
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