Nach 46 Jahren am Grab des Ehemannes

April 1945, wurden die Toten bestattet. Da alle jungen Männer im Kriegsdienst waren, hoben die verblieben alten die Gräber für die fünf getöteten Einwohner aus. Zudem bereiteten sie eine weitere Ruhestätte vor. "Von dem toten deutschen Soldaten hat man nichts gewusst, erst am Tag der Beerdigung war er zum Friedhof gebracht worden, in einer Zeltplane eingewickelt", blickt Anna Kohl zurück. Erst später kamen seine Identität und sein Schicksal ans Licht: Der Berliner Soldat James Pydde hatte seine in Grafenwöhr stationierte Truppe verlassen und wollte sich vermutlich in seine Heimat absetzen. Während des Angriffs war er zufälligerweise in Oberbibrach und half beim Löschen und Retten. Zum Verhängnis wurde ihm seine Erkennungsmarke: Er wurde als Spion verdächtigt und erschossen. Erst 1991, also 46 Jahre später, fand seine Witwe Margarethe sein Grab. (edo)
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