Nach Absprung Lieders Blick nach vorne - Stadler verspricht Verstärkung, Wildenauer ermutigt ...
Kein Domino-Effekt bei der SpVgg SV

Weiden. (mr) Bitte lächeln - aber erst nächste Woche: Für den Samstag war das Mannschaftsfoto plus Teampräsentation der SpVgg SV Weiden vor dem City-Center geplant. Der Termin wurde um eine Woche verschoben, auf den 4. Juli. "Einige Spieler sind an diesem Wochenende verhindert", begründet technischer Leiter Thomas Binner die Änderung. Die macht aber auch anderweitig Sinn. Denn beim Bayernligisten dürfte sich in den nächsten Tagen noch einiges tun - neue Köpfe fürs Mannschaftsfoto. "Wir machen jetzt wegen des Abgangs von Friedrich Lieder sicher keine Panik-Einkäufe", sagt Sportlicher Leiter Christian Stadler. "Ich denke, wir werden noch in dieser Woche eine Verstärkung melden."

Führungsspieler gefragt

Der Absprung Lieders per Telefon ärgert Stadler dennoch gewaltig. "Es spielt ja auch der Zeitfaktor eine große Rolle", sagt der letztjährige Coach, der in seiner neuen Rolle gleich gefordert ist. Einen Domino-Effekt, dass weitere Spieler abspringen könnten, befürchtet er nicht: "Ich bin überzeugt, dass alle Spieler ihre Versprechen halten." Am Dienstag habe er noch einmal mit den Spielern über dieses Thema gesprochen. Auch Führungsspieler wie Ralph Egeter bekräftigten noch einmal ihren Willen, mit der SpVgg SV anzugreifen.

Aus für Schaltzentrale

"Der Kern der Mannschaft ist seit Jahren zusammen", sagt Stadler zwar, aber auch er weiß nur zu gut, dass nach den Abgängen von Lieder, Thomas Schneider und Peter Schecklmann (Karriereende) die Schaltzentrale der vergangenen Saison nicht mehr existiert. Vor allem nach technisch starken Spielern dürften Stadler und Trainer Tomas Galasek Ausschau halten. Dennoch gilt weiter die Prämisse, Jugendliche an die erste Mannschaft heranzuführen. "Wir werden mit unseren Mitteln auch weiterhin vernünftig umgehen", verspricht Stadler.

Als Aufstiegsfavorit in der Bayernliga Nord dürfte die Wasserwerk-Elf aber erst einmal wegfallen. Stadler: "Es ist nicht zu erwarten, dass wir ganz vorne mitspielen." Auch Thomas Wildenauer, in der vergangenen Spielzeit Kapitän, ist eher vorsichtig: "Die Ziele werden anders sein." Nichtsdestotrotz ist der Fuchsmühler optimistisch, dass in der kommenden Saison eine starke Truppe an den Start geht. "Für uns war der Lieder-Abgang natürlich schockierend", erklärt der Außenverteidiger. Er befürchtet dennoch keine weiteren Abgänge. "Ich bin zuversichtlich, dass wir alle zusammenhalten." Ein bisschen Verständnis für Lieder zeigt er aber auch: "Wenn er eine Liga höher spielen kann , ist das o.k. Für uns ist es aber schade, er war ein wichtiger Spieler."

Kenner der Fußballszene

Wildenauer hofft, dass Ex-Coach Stadler und der aktuelle Trainer Galasek ihre Kenntnisse der Fußballszene nutzen, um den Kader noch etwas zu verstärken. Zudem fordert er: "Jetzt müssen vielleicht die jungen Spieler noch mehr Verantwortung übernehmen." So wie er es schon seit Jahren macht. 24 Jahre ist Wildenauer jung, seit gefühlten Ewigkeiten ist er auf der rechten Bahn unterwegs. Kaum vorstellbar, dass er mal auf einem Mannschaftsfoto der SpVgg SV Weiden fehlen könnte.
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