Nach Attacke ins Haus zurückgekehrt

Die Frau wurde auf üble Weise misshandelt. Erst schlug sie ihr Lebensgefährte mit einem Besenstiel, dann mit einem Metallrohr. "Ich wollte, dass sie geht", ließ der Täter nun vor dem Schwandorfer Schöffengericht anklingen. Das tat die 46-Jährige am Morgen nach der Prügelorgie, nachdem sie zuvor im gleichen Haus bei ihrer Tochter übernachtet hatte.

Unterdessen ist sie zurückgekehrt. Die Frau lebt zwar nicht mehr mit ihrem jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilen Ex-Freund unmittelbar zusammen und hat in dem Anwesen eine eigene Wohnung. Doch nachtragend will sie nicht sein. Als ihr Peiniger im Amtsgerichtssaal um Verzeihung bat, nahm sie diese Entschuldigung an.

Staatsanwältin Manuela Zeller wunderte sich darüber nicht. Sie habe, berichtete die Anklagevertreterin, seltsamerweise immer wieder Fälle erlebt, bei denen misshandelte Frauen nach heftigen Attacken ihrer Ehemänner oder Lebensgefährten zurückgekehrt seien. Obwohl sie geschlagen, beleidigt und - auch das traf im vorliegenen Fall zu - mit dem Umbringen bedroht worden seien. (hwo)
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.