Nach dem Abschied von den Freunden in Marcoussis ins Burgund

Nach der Verabschiedung von den Freunden in Marcoussis fuhr der Bus für zwei Übernachtungen nach Dijon, in die Hauptstadt der Region Burgund. Die Stadt mit rund 150 000 Einwohnern ist ein bedeutendes Verkehrs-, Handels- und Industriezentrum. Nach einem Picknick im Park Darcy begann ein zweistündiger Rundgang durch die Altstadt. Mit Stolz berichtete die Stadtführerin über den 1832 in Dijon geborenen Ingenieur Gustave Eiffel. Die Stadt verdankt ihm die große Markthalle von 1868, die inzwischen unter Denkmalschutz steht. Kaum jemand weiß jedoch, dass Eiffels Geburtsname Bönickhausen lautete. Um den Namen französischer klingen zu lassen, änderte die Familie den Namen in Eiffel, als Referenz an das Mittelgebirge der deutschen Vorfahren. Die Besichtigung endete in der Kathedrale St. Benignus, der ehemaligen Abteikirche im burgundisch-gotischen Stil, mit einer herrlichen romanischen Krypta. Am Dienstag folgte ein Tagesausflug rund 50 Kilometer in Richtung Süden, nach Beaune. Beaune gilt als Weinhauptstadt Burgunds, mit bedeutenden Anbaugebieten wie Côte de Beaune, Pommard oder Meursault. Nach einer Stadtrundfahrt mit dem "Visiotrain" konnte das Museum "Hôtel-Dieu" besichtigt werden. Das berühmte Hospiz aus dem 15. Jh. mit seinen bunten Dächern und dem Weltgerichts-Altar von Rogier van der Weyden wurde bis 1971 als Hospital genutzt. Spätnachmittags stand noch die Besichtigung der "Moutarderie" (Senffabrik) Fallot auf dem Programm. Beaune war neben Dijon eines der wichtigen französischen Zentren der Senf-Herstellung. Im 19. Jahrhundert waren hier noch um die 30 Senfmacher ansässig. Die historische Senfmühle Fallot aus dem Jahr 1840 ist das letzte noch im Familienbesitz befindliche und betriebene Unternehmen dieser Art in Burgund.
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