Nach den ersten sechs Monaten steil bergauf

Im ersten Jahr war Aline Hilfskraft. "Als Psychologin muss sie mit Bewohnern und Ärzten kommunizieren können. Das hat ein bisschen gedauert", erinnert sich Ina Hutzler. Doch die Psychologin machte aus der Not eine Tugend. "Unsere Bewohner können ihr Leben nicht alleine bewältigen. Aber ich habe ihnen klar gemacht, dass sie manches besser können als ich, zum Beispiel Deutsch. Und dass ich manchmal ihre Hilfe brauche, manche haben mir zum Beispiel auf Englisch gedolmetscht. Das war für beide Seiten eine interessante Erfahrung." Für Aline als Perfektionistin allerdings nicht immer leicht, wirft ihre Chefin Ina Hutzler ein. "Ich glaube, sie war in den ersten sechs Monaten schon manchmal frustriert. Aber dann ging es steil bergauf." Nach einem Jahr legte Aline die Deutsch-Prüfung auf dem B2-Level ab. Seitdem ist sie als Fachkraft im Einsatz. Sie betont aber auch: "Ich hätte in Portugal als Psychologin nie so viel verdient, wie hier als Hilfskraft." Ihre Freundin Isabel Pinto fand ebenfalls bei "Dr. Loew Soziale Dienstleistungen" eine Anstellung. Zunächst als Bufdi (Bundesfreiwilligendienst), dann als Hilfskraft in einem Pflegeheim für geistig Behinderte in Vohenstrauß. "Sie ist sehr gut, sehr engagiert", sagt stellvertretender Einrichtungsleiter Joachim Prassol. Deshalb ist er heilfroh, dass Isabel jetzt eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin an der BRK-Berufsfachschule in Neustadt absolviert. Sie will noch zwei Jahre Ausbildung zur Altenpflegerin draufsatteln. "Außerdem haben wir einen Ausbildungsunterstützungs-Vertrag mit ihr abgeschlossen."
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