Nach der Ablehnung in Weiden macht Interkommunaler Entwicklungs-Ausschuss keinen Sinn mehr
Grüne ziehen Antrag zurück

Neustadt/WN. (ms) Offenbar will niemand IKEA haben. Nachdem ihn am Dienstag der Weidener Stadtrat schon einmal abgelehnt hatte, zeigte auch am Mittwoch der Kreisausschuss wenig Interesse. Daraufhin zog Klaus Bergmann seinen Antrag zurück. Hinter IKEA verbirgt sich nicht der schwedische Möbelriese, sondern ein Interkommunaler Entwicklungs-Ausschuss. Und den hätten die Grünen gerne gehabt - als Gremium, "das sich über das Vorwärtskommen der Region austauscht", wie Bergmann erläuterte. Der Ausschuss hätte mit Stadträten aus Weiden und Kreisräten aus Neustadt besetzt sein sollen. Inhaltlich hätte sich Bergmann vorstellen können, dass IKEA eine gemeinsame Strategie zur Verhinderung von Fracking erarbeitet, sich auf die gemeinsame Nutzung von vorhandenen Gewerbegebieten und die Förderung von Gewerbeansiedlungen einigt oder Einsparpotenziale bei Verwaltungsarbeiten ausmacht. Als positive Beispiele könnten Deggendorf und Plattling gelten, wo es diesen Ausschuss bereits gebe. Doch nach der Ablehnung in Weiden sei es müßig, darüber zu diskutieren, war Bergmann enttäuscht. Dabei wäre die Idee gar nicht so neu gewesen, denn schon in den 1990er Jahren habe es in Weiden und Neustadt einen gemeinsamen Ausschuss für Überörtliche Angelegenheiten gegeben. Auch Karl Lorenz von den Freien Wählern bedauerte das mangelnde Interesse aus Weiden, musste aber einräumen, dass sich die Spitzen der Gebietskörperschaften regelmäßig treffen. Der Eschenbacher bat Landrat Andreas Meier, die Kreisräte über die Ergebnisse dieser Gespräche regelmäßig auf dem Laufenden zu halten. Stephan Oetzinger (CSU) verwies darauf, dass IKEA keine rechtlich verbindlichen Entscheidungen hätte treffen können und nur ein Debattierclub gewesen wäre. Günter Stich hielt die interkommunale Zusammenarbeit für unerlässlich. "Ob aber IKEA sein muss, steht auf einem anderen Papier."
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