Nach einer Alternative suchen

Ein barrierefreier Zugang soll an der Nordseite des Friedhofs Wernberg geschaffen werden. Mit den vorgelegten Plänen konnte sich der Marktrat nicht anfreunden. Nun wird eine Alternative gesucht.

Wernberg-Köblitz. (cv) Als vor rund einem Jahr die Pläne zur Friedhofsumgestaltung präsentiert wurden, kam die Anregung - da eine barrierefreie Erschließung der oberen Grabreihen im nördlichen Friedhofsteil kaum möglich ist - diesen Bereich durch einen zusätzlichen Weg außerhalb des Friedhofes fußläufig zu erschließen.

Dies sollte im Zuge der Sanierung der Weidener Straße realisiert werden, da im nächsten Jahr ohnehin der Einmündungsbereich der Postleite in die Weidener Straße und der Parkplatz Nord am Friedhof Wernberg neu gestaltet werden. Architekt Martin Gebhardt hatte einen Vorschlag ausgearbeitet, der rund 70 000 Euro kosten würde. Mit 13:7 Stimmen sprach sich der Marktrat dafür aus, dass der Architekt weitere Überlegungen über einen direkten Zugang von der Postleite aus anstellen soll.

Wiegel baut

Zu Beginn der Sitzung gab Bürgermeister Georg Butz bekannt, dass sich die Eisenverzinkerei Wiegel im neuen Industriegebiet ansiedelt und hier im Endausbau wohl 80 bis 100 Arbeitsplätze schaffen wird (wir berichteten). Der Kauf und der Notartermin gingen schnell über die Bühne. Wiegel möchte im nächsten Jahr mit dem Bau und Ende 2016 mit der Produktion beginnen. Neben Wiegel zeichnen sich einige weitere Käufe als relativ sicher ab.

Zwei Bebauungsplanänderungen wurden - nachdem Fachstellen- und Bürgerbeteiligung abgeschlossen sind - endgültig auf den Weg gebracht. Zum einen handelte es sich um die zweite Änderung des Bebauungsplanes "Kreuzäcker II". Es gingen "so gut wie keine Anmerkungen" ein, berichtete Verwaltungsleiter Stefan Falter. Lediglich von der Landesplanungsstelle der Regierung der Oberpfalz kam ein Einwand - eine Waldfläche betreffend -, der entsprechend abgewogen und beantwortet wurde.

"Durch" ist auch das Verfahren zur ersten Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes "Industriegebiet Wernberg-Köblitz, Bauabschnitt 4." Der Umfang wurde bekanntlich mit Blick auf einen erst 2015 anstehenden Erwerb von Grundstücken reduziert, was von der Emissionsschutzabteilung des Landratsamtes begrüßt wird. Das Wasserwirtschaftsamt hält an seinem Statement fest und fordert Grundwassermodelle. Die Marktgemeinde ist der Ansicht, dass, den bisherigen Erkenntnissen zufolge, die Anströmungsbereiche im Wasserschutzgebiet nicht vom Industriegebiet tangiert werden. Man ist aber bereit, ein hydrogeologisches Gutachten fertigen zu lassen.

Bürgermeister Butz teilte dem Gremium noch mit, dass Schule und Diakonieverein in der Weihnachtsspendenaktion des Bayernwerks je 500 Euro für ihr Engagement im Jugendbereich und der künftigen Mitbetreuung von Flüchtlingen erhalten haben.

Es wird kontrolliert

Butz informierte die Räte weiter darüber, dass vom Landratsamt derzeit Bauprojekte in der Gemeinde auf die Einhaltung der Bauvorschriften überprüft werden.

Das Mobil "Blickpunkt Auge", ein Beratungsangebot für sehbehinderte Menschen, macht am 9. Januar 2015 von 10 bis 16 Uhr am Marktplatz Station.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4091)12-2014 (6638)
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