"Nach- und Vordenker zugleich"

In einer kleinen Feierstunde ernannte der CSU-Ortsverband Bürgermeister a.D. Robert Dotzauer (Mitte) zum Ehrenmitglied. Unser Bild zeigt die Gratulanten nach der Ehrung: (von links) MdL Tobias Reiß, dritten Bürgermeister Klaus Lehl, stellvertretenden Ortsvorsitzenden Tobias Lehl sowie (von rechts) den langjährigen zweiten Bürgermeister Peter Hübl, CSU-Ortsvorsitzende Dr. Sabine Schultes und CSU-Fraktionssprecher Marcus Gradl. Bild: ü

Ein Bürgermeister muss dicke Bretter bohren und am Thema dran bleiben, sonst geht nichts voran, bestätigt Bürgermeister a. D. Robert Dotzauer mit Blick auf die Erfahrungen des Sozialökonomen Max Weber. "Ein Brieflein schreiben und dann darauf hoffen, erhört zu werden, das kannst du vergessen."

Entspannt plauderte Dotzauer über die Erfahrungen aus 24 Bürgermeisterjahren, davon 18 als erster Mann im Rathaus. Grund der Rückschau war eine Ehrung: Der CSU-Ortsverband ernannte ihn zum Ehrenmitglied.

Der gesamte Vorstand hatte sich im Gasthof Burger versammelt, um "eines der treuesten und bewährtesten Mitglieder" zu würdigen, erklärte Ortsvorsitzende Dr. Sabine Schultes. Mit dabei: Tobias Reiß, CSU-Stimmkreisabgeordneter im Landtag.

Als Jungspund zur JU

Seit 52 Jahren ist Robert Dotzauer Mitglied der CSU. Doch die langjährige Zugehörigkeit allein sei es nicht, die den Ortsverband bewog, ihn aus dem Mitgliederstamm hervorzuheben. CSU-Ortsvorsitzende Sabine Schultes erinnerte in ihrer Laudatio an längst Vergangenes.

Laut Parteiaufzeichnungen kam Dotzauer als Jungspund mit 14 Jahren zur Jungen Union und trat dann mit 18 Jahren der CSU bei. Die Jahrzehnte danach seien für den Ortsverband und Robert Dotzauer gleichermaßen eine Symbiose des Erfolgs gewesen, sagte Schultes. "Jugendlicher Rebell, schnell mit der Zunge, reich an Einfällen, hartnäckig im Verfolgen seiner Ziele": Mit diesen Markenzeichen sei Dotzauer angetreten, sein Umfeld zu bereichern.

Die weiteren Erkenntnisse der Ortsvorsitzenden beim Blick in die Archive: Trotz Sturm- und Drangzeit sei Robert Dotzauer fair, offen und aufrichtig geblieben. Damals habe niemand gewusst, dass er einmal JU- und später CSU-Ortsvorsitzender sowie Bürgermeister werden sollte. Mittlerweile sei diese Entwicklung Geschichte. Geblieben sei jedoch das Wissen um einen Parteifreund, der mit einem unbeugsamen Elan für Eschenbach und die Region viel bewegt habe, stellte Sabine Schultes fest. Sie bescheinigte dem Bürgermeister a. D. die Gabe, Unannehmlichkeiten nicht aus dem Weg zu gehen und in Visionen zu denken.

Viele Projekte initiiert

"Noch heute zehren Bürgermeister und Stadtrat von deinen Ideen", hob die CSU-Ortsvorsitzende hervor. Als jüngstes Beispiel nannte sie den Generationenpark, der vor der offiziellen Eröffnung stehe. Und viele weitere Projekte, einmütig schon vor mehr als sieben Jahren beschlossen, warteten noch heute auf Vollzug oder Vollendung.

MdL Tobias Reiß bekräftigte die Ausführungen von Sabine Schultes: "Heute ehrt die CSU einen Nachdenker und Vordenker zugleich mit den Tugenden des Handelns, der Geduld und der kämpferischen Härte." Leider treibe die Dankeskultur in der Politik oft seltsame Blüten, merkte Reiß an. Deshalb gratuliere er der Eschenbacher CSU zur Entscheidung, einem großem Kommunalpolitiker und CSU-Mann die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen.

Verbunden mit den Glückwünschen der Parteifreunde überreichte Dr. Sabine Schultes mit ihrem Stellvertreter Tobias Lehl die Ehrenurkunde.
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