"Nach wie vor sicherer Ort"

Das ehemalige Schreiner-Anwesen in der Sulzbacher Straße soll künftig das Schützenheim und die Bergwacht aufnehmen. Bild: wku

Interessante Infos bei der Marktratssitzung: In Königsstein gibt es nicht mehr Straftaten, aber eine bessere Aufklärungsquote. Dafür kommt es zu mehr Fahrerfluchten und vielen Unfällen, die Fahranfänger unter Alkoholeinfluss bauen. Außerdem stand ein Haus im Fokus.

Bei der jüngsten Marktratssitzung berichtete 2. Bürgermeister Klaus Hafner von der Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik des vergangenen Jahres. Hafner hatte sich in Eschenfelden mit den Hauptkommissaren Roman Markert und Karlheinz Escher getroffen, die die Zahlen präsentierten.

Sowohl 2012 als auch 2013 gab es in Königstein 30 Straftaten. Die Aufklärungsquote sei von 66 auf 70 Prozent gestiegen. Ein Fakt ist zudem, dass die Diebstähle im Bereich der Polizeiinspektion massiv angestiegen sind. Auch Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit sind angestiegen. Allerdings liegt hier die Aufklärungsquote bei 99 Prozent.

Sanierung des Dorfplatzes

Positiv bei der Verkehrsunfallstatistik: 2013 verzeichnete man keine Schulwegunfälle. Die Zahl der Fahrerfluchten stieg um rund 20 Prozent an. Bei der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um Karambolagen beim Ein- und Ausparken, Anfahren oder Rangieren. "Hier gibt es kaum Ermittlungsansätze. Die Polizei ist auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen", berichtete Hafner. Die Anzahl der schweren Unfälle bei Fahranfängern sei leicht gesunken. Sehr bedenklich sei es aber, dass die Hälfte aller Unfälle unter Alkoholeinfluss von Fahranfängern verursacht werde. Hafner kam zum Schluss: "Der Markt Königstein ist nach wie vor ein sehr sicherer Ort für die Bewohner dieser Gemeinde."

Bürgermeister Koch stellte in der Sitzung den Jahresantrag zum Städtebauförderungsgesetz vor. Für Kürmreuth sind kommendes Jahr 250 000 Euro für die Sanierung des Dorfplatzes eingestellt. Für Königstein gibt es zwei Projekte. Das eine Vorhaben ist die Sanierung des Pfarrweges, das andere die Verlegung des Schützenheimes. Dieses soll in das ehemalige Schreinerhaus in der Sulzbacher Straße 2 verlagert werden. Ebenso die Bergwacht. Das Haus stand vor einigen Wochen zur Versteigerung.

Von offizieller Seite gab es keine Auskunft über diese Angelegenheit, da vieles noch nicht spruchreif sei. Auf jeden Fall steht das Anwesen mit einer geschätzten Sanierungssumme in Höhe von 350 000 Euro im Städtebauförderungsprogramm. Für die Jahre 2015 und 2016 sind je 100 000 Euro eingeplant.

Ein großer Dank von Bürgermeister Koch ging an die Veranstalter des Kinder- und Babybasars für die großzügigen Spenden, die der Gemeinde zu Gute kamen. Einmal gab es 1150 Euro für die Umgestaltung des Spielplatzes im Kindergarten. Außerdem konnte eine große finanzielle Lücke bei der Bücherei aufgrund der Nichtbeteiligung der katholischen Kirchengemeinde geschlossen werden. Dazu wurde eine Spende von 1000 Euro übergeben.

In der Sitzung hieß es, dass der Bürgermeister noch in Verhandlung mit dem St. Michaelsbund steht und sich weiterhin bemüht, eine Förderung zu erhalten.
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