Nachdem Kristin Stauber aus familiären Gründen nicht mehr für den Vorsitz kandidiert hatte, wurde Gemeinderat Andreas Koch zu ihrem Nachfolger.
SPD-Chef sieht Investitionsstau

Vier Wochen nach seiner Wahl gibt es für den neuen SPD-Ortsvorsitzenden jede Menge zu besprechen.

Andreas Koch machte bei der konstituierenden Sitzung des neuen SPD-Vorstands laut einer Pressemitteilung von Anfang an klar, dass sich der Ortsverein weiterhin kontinuierlich in die Gemeinde einbringen werde: "Wir werden heute eine grobe Marschrichtung für 2015/16 festlegen, wo wir unsere Schwerpunkte setzen und wie wir sie angehen wollen." Die Ergebnisse sollen bei der Mitgliederversammlung am Freitag, 29. Mai, besprochen werden.

Koch sagte bei dem Treffen, dass es in der Gemeinde seiner Meinung nach "einen großen Investitionsstau" gibt. Die Sanierung der Abwasseranlagen und die Trinkwasserversorgung seien dringend und würden mehrere Millionen Euro kosten. Gleiches gelte für die Breitbandversorgung. Fraktionsvorsitzender Gerhard Dotzler zeigte Verständnis dafür, dass die Abwasseranlage Oberland und die Breitbandversorgung 2015/16 Vorrang haben: "Aber was ist mit unserer Wasserversorgung in der Gemeinde? 2013/14 im Gemeinderat und 2014 im Wahlkampf war das das wichtigste Thema aller Parteien und jetzt hört man nichts mehr." Bei der Fülle von Aufgaben wäre ein grober Zeitplan hilfreich. Dotzler: "Zurzeit weiß ich nicht, wann unsere Trinkwasserversorgung angegangen werden soll, die 2013 schon für 2015 angedacht war."

"Fast keine Bauplätze"

Vorsitzender Koch sah auch bei der Ausweisung von Baugebieten Handlungsbedarf. In vielen Gemeindeteilen gebe es schon fast keine Bauplätze mehr. Weil die Dorfkerne aussterben und es immer mehr leerstehende Wohnhäuser gibt, erschwere die bayerische Staatsregierung nun die Ausweisung von Baugebieten in den Gemeinden. "Ich sehe das ein, auch wegen des zunehmenden Landverbrauchs", sagte Koch, aber: "Ohne neue Baugebiete geht es auch nicht."

Eher kleinere Parzellen

Die SPD habe schon 2008 in einem Antrag ein Baulandprogramm angeregt. Die Parzellen sollten nicht mehr so großflächig ausgewiesen werden, sondern bedarfsorientiert. Der Vorsitzende ist sich sicher: "Mehr kleinere Bauplätze mit bis zu 600 Quadratmetern sind zeitgemäß und oft auch finanziell erschwinglicher."

Kassier Thomas Hirn forderte: "Ein Radwegenetz mit überregionalen Verbindungen würde unsere Gemeinde aufwerten und sollte ebenfalls auf der Tagesordnung der nächsten Mitgliederversammlung stehen." Noch in diesem Jahr wird laut Koch der von der SPD gestellte Antrag zur Sanierung des Heiligbergsteigs umgesetzt. Um der Barrierefreiheit so weit wie möglich nachzukommen, sollten für Senioren ein Handlauf angebracht und für Kinderwagen Auffahrrampen eingebaut werden.
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