Nachschub aus dem Bayerwald

Die Schwarzenfelder (rechts Philipp Fischer) und die Fußballer des TSV Detag Wernberg (links Patrick Schmid) dominieren in der Kreisliga West. Beide Teams werden den Meistertitel wohl unter sich ausmachen. Im Hinspiel trennten sie sich mit 0:0. Am 21./22. März startet für beide Teams die Rest-Rückrunde. Bild: bwr

Der Fußball hat im Allgemeinen mit einem Rückgang bei Vereinen und Spielern zu kämpfen. Im Fußballkreis Schwandorf/Cham gibt es derweil eine gegenläufige Entwicklung, wie auf der Wintertagung bekannt wurde.

Wernberg. (mr) Die Niederbayern stellen sich neu auf, und das habe auch Auswirkungen auf den Fußball in der Oberpfalz, sagte Josef Wocheslander, der Kreisspielleiter des Kreises Schwandorf/Cham, am Montag bei der Wintertagung in Wernberg. Zwischen Passau und Kelheim, zwischen Regen und Eggenfelden soll es bis 2018 statt bisher vier nur noch zwei oder drei Fußballkreise geben. Dies habe zur Folge, dass einige Oberpfälzer Vereine im Bayerwald, die bisher nach Niederbayern spielen, zurückkehren, weil ihnen im Nachbarbezirk die Fahrtstrecken zu lange werden. "Eventuell kommen elf Vereine zurück", sagte Wocheslander. "Bad Kötzting will auf jeden Fall in die Oberpfalz", sagte er. Vereine wie Hohenwarth, Grafenwiesen, Thenried oder Arrach-Haibühl dürften folgen. Bis Mitte April sollen sich die Vereine erklären. Der Kreis Schwandorf/Cham will dem Zuwachs mit einer weiteren Kreisklasse begegnen. Es gäbe dann neben der Ost- und West-Gruppe auch noch eine Kreisklasse Mitte. Zudem, so Wocheslander, dürfte es dadurch am Saisonende einen verstärkten Aufstieg aus den A-Klassen geben.

Noch ist das aber Zukunftsmusik. Der Kreisspielleiter blickte bei dem treffen der Kreisliga- und Kreisklassenvereine wie immer auf die bisherige Saison zurück. "Ich habe absolut nichts auszusetzen", war sein erfreuliches Fazit. Nur elf Rote Karten gab es bisher in der Kreisliga West, dazu 29 Gelb-Rote. In der Kreisklasse West waren es 14 Rote Karten, 46 Mal zeigten die Schiedsrichter Gelb-Rot. Auch die Zahl der Nachholspiele hält sich in Grenzen. Es sind jeweils nur zwei Partien in der Kreisliga West und Kreisklasse West. Die Kreisliga West startet am 21./22. März in die Rest-Rückrunde, die Kreisklasse West eine Woche später.

Auch Kreis-Schiedsrichterobmann Florian Fleischmann ist mit dem Saisonverlauf zufrieden. Seine Kollegen mussten kaum negative Berichte schreiben. Der Unparteiische warb bei der Veranstaltung auch für ein Projekt des Bayerischen Fußballverbandes, bei dem der Kreis Schwandorf/Cham die Pilotfunktion inne hat. Wie bei den Ehrenamtsbeauftragen soll es in den Vereinen künftig auch einen Vereinschiedsrichterobmann geben. "Über kurz oder lang wird er in jedem Verein kommen", ist Fleischmann überzeugt. Der Obmann solle bei Heimspielen Ansprechpartner der Schiedsrichter sein, auch eine Art Vermittlerrolle zwischen Vereinen und Verbandsfunktionären übernehmen. Fleischmanns Ziel ist es, dass jeder Klub zur kommenden Saison eine geeignete Person meldet. Er wies noch einmal darauf hin, dass in der jetzigen Phase der Testspiele die Clubs alle Partien anmelden sollten "Sonst gibt es Probleme mit dem Verband." Zu Diskussionen führte die Terminierung des letzten Spieltags an Pfingsten. Da die Kreisligen am Samstag spielen müssen und wegen des Schiedsrichtermangels nicht alle Spiele auf Kreisebene besetzt werden könnten, müssen Kreisklassen und A-Klassen auf Sonntag oder Montag ausweichen.

Vom Verband kommt die Idee, dass die Clubs von ihren Heimspielen einen Liveticker betreiben sollen. Bezirksspielleiter Thomas Graml erläuterte den Vereinsvertretern noch einmal die Vorgehensweise und bewarb den Ticker "als ein sinnvolles Instrument", um sich nach außen darzustellen. Er sagte aber auch, dass das Livetickern auf Kreisebene so schnell nicht Pflicht werde.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.