Nachsegnung der historischen Fahne
Alte Standarte in neuem Licht

Mantel. (sei) Die Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft (KSRK) Mantel lässt ihre historische Flagge nachsegnen: Die Vereinsfahne wurde 1881 angeschafft. Der erste stolze Fahnenjunker war Georg Bogner. 1907 und 1960 wurde das Vereinssymbol im Kloster Michelfeld repariert. Die heutige Kameradschaft wurde 1879 als Veteranen- und Kriegerverein gegründet. Bei der ersten Generalversammlung wurde auch über Motiv und Anschaffung einer Vereinsfahne diskutiert. Lieferant war die Firma Block aus München. Die Standarte kostete damals 200 Mark.

1912 fertige Schreinermeister Gurdan einen Fahnenschrank für das Stück. 1954 riefen elf Kameraden den Veteranen- und Kriegerverein wieder ins Leben. Die Vereinsfahne fand im Vereinsschrank in der Gaststätte "Zur Post" ihre Bleibe. Wo und bei wem sie während des Zweiten Weltkriegs und bis 1954 in Verwahrung war, gibt es keinerlei Hinweise. Sie hatte den Krieg und die Zeit danach einigermaßen gut überstanden.

Mit der Generalsanierung 2014 durch die Firma Fahnen Kössinger wurde sie wieder in den ursprünglichen historischen Zustand versetzt. Beim 125. Gründungsjubiläum 2004 wurde dann eine neue Vereinsfahne gesegnet. Der Vorstand entschloss sich im vergangenen Jahr, die Vorgängerin, die die Kameradschaft fast von Beginn an begleitet hatte, weiter in Ehren zu halten, und sie nach der Restaurierung in einem Gottesdienst nachsegnen zu lassen.

Struktur und Innenkörper der Flagge waren trotz mehrmaliger Reparaturen verschlissen. Die Ehrenmitglieder Herbert Berberich und Udo Matysiak ließen die Standarte von einem Restaurateur begutachten. Da die Fahne seltene Besonderheiten aufweist, entschlossen sie sich zur Restaurierung. Ein Verlust der Fahne wäre wegen der Gestaltung und der Stickereien ein unermesslicher Schaden für die Kameradschaft und die Mitglieder gewesen.

Am Sonntag, 21. Juni ist um 9 Uhr am Kriegerdenkmal die Nachsegnung der alten historischen und neu restaurierten Fahne. Das historische Tuch hat viel erlebt und könnte viel erzählen. Die Segnung und den ökumenischen Wortgottesdienst gestalten die Militärgeistlichen des Standortes Weiden, Pfarrerin Kim Kießling sowie Pater Alexander Prosche, und Pfarrer Armin Spießl. Eine Totenehrung mit Kranzniederlegung steht ebenfalls auf dem Programm. Nach der Bayern- und der Nationalhymne geht es zur weltlichen Feier beim Kriegerdenkmal mit Frühschoppen mit Weißwurstessen sowie Kaffee und Kuchen und Grillspezialitäten weiter.
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