Nachsicht statt Nachtsicht

Sehr zeitaufwendig und oft frustrierend sei die Bejagung der Wildschweine. Ihre Zahl sei inzwischen bedrohliche, klagte Michael Hautmann. Doch technische Hilfsmittel für die Pirsch lehnt der Waidmann in der Jagdversammlung trotzdem ab.

Oberndorf/Höflas. (jzk) Wie Michael Hautmann gegenüber den Höflaser Jagdgenossen erklärte, verursachen die Schwarzkittel schwere Unfälle und richten in der Landwirtschaft immense Schäden an. Weil sie sehr schlau zu Werke gingen, sei es nicht leicht, ihnen beizukommen. Daher sei der Abschussplan nur fast erfüllt worden. Dennoch sprach sich der Pächter im Schulungsraum der Feuerwehr in Oberndorf vehement gegen die Verwendung von Nachtsichtgeräten aus, da diese nicht waidgerecht seien.

Entgegen den Ausführungen Hautmanns waren Vorsteher Georg Weber keine Wildschäden bekannt. Er regte eine Abstimmung an, ob eine Wildschadensversicherung, die jährlich 600 Euro kosten würde, abgeschlossen werden sollte. Alle anwesenden 20 Jagdgenossen mit einer Fläche von 269 Hektar sprachen sich dagegen aus. Sie votierten dafür, den Jagdpachtschilling als Rücklage zu verwenden.

In seinem Rechenschaftsbericht ging er noch einmal auf die Neuwahlen im März 2014 ein. Dabei war Renate Schupfner zur neuen Kassiererin gewählt worden. "Unsere Maschinen und Geräte sind in Ordnung", teilte Weber mit. Insgesamt habe die Jagd 85 Mitglieder mit einer Gesamtfläche von 520 Hektar. Den Vorstandsmitgliedern dankte er für die gute Zusammenarbeit, dem Jagdpächter für das Jagdessen im Landgasthof Busch in Kötzersdorf.

Nach dem Kassenbericht von Renate Schupfner und dem Kassenprüfbericht von Josef Kreuzer trug Schriftführer Georg Koller das Protokoll vor. Bürgermeister Werner Nickl lobte die Jagdgenossenschaft für ihren Beitrag zum Unterhalt des öffentlichen Wegenetzes. Beim neuen Kernwegenetzprogramm sollen die Wege "einen größeren Mindestaufbau haben und benötigen deshalb mehr Fläche als bisher". Dazu müssten die Anlieger aber bereit sein, Grund abzugeben.

Jagdpächter Michael Hautmann dankte ebenfalls für die reibungslose Zusammenarbeit mit der Genossenschaft sowie seinem Mitjäger Benjamin Sperber für die Unterstützung.
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