Nachwuchsleiter Jens Maschke über die sommerlichen Aktivitäten der "Kleinen" - Stadionfest am ...
Eisfreie Zeit bei den Young Blue Devils

Das Wichtigste am Spiel eines Eishockeyspielers? Die richtige Schusstechnik. Und damit der Puck auch sicher im Netz landet, wird fleißig an dieser gefeilt. Im Sommer fehlt die Eisfläche, jedoch steht der Spaß am Training sowieso an erster Stelle. Bild: J. Maschke
Weiden.(jup) Eishockey lebt, wie der Name schon vermuten lässt, vom Spiel auf dem kühlen Untergrund. Doch was tun, wenn der Sommer vor der Tür steht und Training auf Eis nicht mehr möglich ist? Die Vorbereitung auf die nächste Saison findet dann abseits der Eishalle statt. Jens Maschke, Mitglied der Nachwuchsleitung des 1. EV Weiden, gibt Einblick in die Sommer-Arbeit der kleinsten Eishockeyspieler Weidens, den Young Blue Devils.

Sieben Altersstufen

Insgesamt gibt es sieben verschiedene Altersgruppen, die von sechs bis sieben Trainern betreut werden. Angefangen mit den Jüngsten unter acht Jahren geht es hoch bis zu den unter 23-Jährigen. Maschke beschreibt das Training als "sehr intensiv" und "von Mannschaft zu Mannschaft unterschiedlich". Die U13 trainiert beispielsweise bis zu vier Mal in der Woche.

Auf dem Plan steht in der Sommervorbereitung vor allem Ausdauertraining mit intensiven Laufeinheiten sowie Sprints. Ebenso wird die Athletik der Kleinen geschult. Im Fokus stehen weiterhin Balancegefühl und Geschicklichkeit. Das Arbeiten an der Schießtechnik gehört natürlich auch dazu. Zur Abwechslung werden Zirkeltraining und "Spiele, wie man sie aus der Schule kennt" mit in das Training eingebaut. Eine Alternative zum Spiel auf dem Eis ist außerdem das "Floorball", was dem Hallenhockey ähnelt. "Rundum ist es eine sehr intensive Sportart mit hohem Zeitaufwand", erläutert Maschke.

Neben dem Training kommt aber auch die Freizeitgestaltung nicht zu kurz. Höhepunkte waren das Sommercamp in Regen, das vom Bayerischen Landessportverband ermöglicht wurde, und das Trainingslager in Pilsen. Am 17. August endet die Sommerpause. "Dann sind wir auch das erste Mal wieder auf dem Eis", sagt Maschke. Ab Oktober und November öffnet die Freieisfläche wieder. Dort startet der Verein jedes Jahr einen Anfängerkurs, bei dem heuer zum ersten Mal die U8 mit eingebunden wird, um den Neulingen den Einstieg in den Sport zu erleichtern.

Tausende Kilometer

"Eishockey ist ein Ganzjahressport und mit viel Aufwand verbunden", erläutert Jens Maschke. "Bei den Kleinen steht aber der Spaß im Vordergrund." Dennoch spielt auch der Nachwuchs schon auf hohem Niveau und ist während der Saison viel unterwegs. "Ich habe die Fahrten des letzten Jahres, die wir mit dem Bus gemacht haben, aufgeschrieben und die Kilometer gezählt", fügt er hinzu. "Insgesamt waren wir 26 000 Kilometer auf der Straße."

Neben Trainings- und Spielbetrieb hat der Nachwuchs noch etwas mit den Profis gemeinsam: das Teamgefühl. "Die Mannschaften sind eingeschworene Gemeinschaften", sagt Maschke. "Die meisten Spieler sind eng befreundet." Die Möglichkeit, die Nachwuchsabteilung sowie den Kader der 1. Mannschaft kennenzulernen, besteht am Samstag, 29. August. Der EV Weiden öffnet dann seine Türen für das Stadionfest, bei dem die Teams vorgestellt werden.
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