Nächtliche Radtour in den Tod

Tirschenreuth/Stein. (ws) Es war ein verhängnisvoller Unfall, der den schlimmsten nur vorstellbaren Ausgang fand: Der 52-jährige Tirschenreuther, der am 29. September spätnachts bei dem Fahrrad verunglückte, verstarb an den Kopfverletzungen.

Weder Helm noch Routine konnten den tragischen Ablauf verhindern, auch Alkohol war nicht die Unfallursache. Der 52-Jährige war an dem Tag kurz nach Mitternacht von einem Verwandtenbesuch in Plößberg in die Kreisstadt aufgebrochen. Nicht zum ersten Mal war der Tirschenreuther hier unterwegs, zumal er oft auch den Weg zu seiner Arbeitsstätte in Plößberg auf zwei Rädern zurückgelegt hatte. Mit dem Bike war der 52-Jährige ein routinierter Verkehrsteilnehmer, denn auch aus gesundheitlichen Gründen trat er oft in die Pedale. Am Unglückstag war der Tirschenreuther wie immer mit Helm und natürlich einem technisch einwandfreien Fahrrad unterwegs.

Gegen Wasserdurchlassrohr

Ungeklärt bleibt, was zum Sturz auf der "Stammstrecke" des 52-Jährigen geführt hat. Denn sowohl die sechs Kilometer von Plößberg nach Stein als auch die steile Einfahrt ins Dorf hatte der Tirschenreuther schon hinter sich gebracht. Am Ortsende von Stein kam es auf der leicht abfallenden Strecke zu dem verhängnisvollen Unfall, bei dem der Mann zunächst in den Straßengraben geriet und dann wohl an ein Wasserdurchlassrohr prallte. Durch den Anstoß wurde er über den Lenker geschleudert und hat dabei wohl den Helm verloren.

Anwohner waren durch Geräusche auf den Unfall aufmerksam geworden und verständigten den Notarzt. Der Sanka brachte den 52-Jährigen ins Klinikum Weiden. Die Schwere der erlittenen Kopfverletzungen machten dann eine Verlegung ins Klinikum Amberg zur operativen Versorgung erforderlich. Letztendlich waren die Verletzungen so gravierend, dass der Verunglückte am gestrigen Mittwoch verstarb.

Unsache bleibt ungeklärt

Schon bei den ersten Ermittlungen der Polizei vor Ort hatten sich keinerlei Hinweise auf eine Unfallbeteiligung dritter Personen ergeben. Ebenso haben sich keine Hinweise auf eine unfallrelevante Alkoholisierung des Radfahrers ergeben. Warum es letztendlich zu dem tragischen Unfall kam, konnte nicht geklärt werden.
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