Narrhalla feiert mit Gläubigen in St. Emmeram Eucharistie - Bunte Prozession
Sonntagsmesse und frische Krapfen

Windischeschenbach. (wrt) Glockengeläut und ein Großaufgebot der Narrhalla auf dem Kirchplatz: Auswärtige Besucher, die an der Pfarrkirche St. Emmeram vorbeifuhren, fragten sich am Sonntag verwundert, ob ein Gardetreffen irgendwo um das Gotteshaus herum stattfindet.

Die Windischeschenbacher wundert das jedoch nicht im Geringsten: Seit vielen Jahren ist es Brauch, dass die Narrhalla der Einladung der Pfarrei folgt und an der Sonntagsmesse teilnimmt. Begonnen hatte die Tradition, als 2006 mit Theresia I. (Hösl ) und Andreas III. (Vollath) aktive Ministranten zum Prinzenpaar gekürt wurden.

Aus der Ministranten-Riege sind im Laufe der Jahre weitere Hoheiten hervorgegangen. Doch auch in den dazwischenliegenden Jahren haben Narrhalla-Abordnungen am Faschingssonntag den Gottesdienst in Windischeschenbach mitgefeiert.

In einer bunten Prozession zogen Seelsorger, Ministranten und Gäste ins Gotteshaus ein. Stadtpfarrer Hubert Bartel begrüßte Kinder-, Jugend- und Prinzengarde sowie Mitglieder des Elferrats und hatte vorsichtshalber auch den ihm beim Ball verliehenen Orden umgehängt, den er in Ehren halten werde. In der Predigt erklärte der Seelsorger, Gardemitglieder könnten auch für Christen ein Vorbild sein: Die Aktiven übten und trainierten konsequent, müssten sich in die Gemeinschaft einfügen und zusammenarbeiten.

Die gleichen Voraussetzungen solle man als Christ erfüllen. "Christ sein geht nicht so nebenbei, man muss mit ganzem Herzen dabei sein." Was für die Gardetänzer die Choreografie, sei für die Christen das Wort Gottes in der Bibel. Auch kirchenmusikalisch wurde dem Sonntag Rechnung getragen: Neben den üblichen Gesängen aus dem Gotteslob spielte Chordirektor Helmut Wolf den fröhlichen Marsch "Blaze-Away" von Abe Holzmann und ein beschwingtes Werk von Mozart für eine Walzenorgel. Mit dem Dank des Pfarrers und dem "Narrhalla-Ruf" wurden die Gäste verabschiedet. Nach der Messe verkauften die Ministranten - inzwischen auch schon Tradition - frische Krapfen, die im Nu weg waren.
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