Natur tut Jubilarin gut

Anni Müller (vorne, mit Blumen) zeigte auch bei ihrem 90. Geburtstag bemerkenswerten Elan. Viele Gratulanten wünschten ihr alles Gute. Bild: fvo

"Sich im heimischen Garten bewegen ist mein Rezept für ein erfülltes Leben bis ins hohe Alter", meinte Anni Müller bei der Feier ihres 90. Geburtstags im Gasthaus Bergler in Waldthurn. Die Natur habe sie stets beruhigt und ihr gut getan.

So ist es kein Wunder, dass Anni Müller 16 Jahre bei den Garten- und Blumenfreunden Lennesrieth als Vorsitzende die Geschicke bis 2002 leitete. Maria Striegl und Mathilde Rupprecht gratulierten ihrem Gründungsmitglied. Auch der Vorsitzende des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege, Albert Nickl, war aus Speinshart gekommen, um der rüstigen Jubilarin die Ehre zu erweisen.

Bewundernswert aktiv

Die bewundernswert aktive Frau ist auch immer noch die Organisatorin sowie Dreh- und Angelpunkt der Großfamilie Müller, zu der 70 Mitglieder zählen. Geboren ist die Jubilarin als Zweitälteste von acht Kindern am Sägewerk in Ottenrieth. Sie ging in Lennesrieth in die Volksschule und absolvierte in Weiden ein sogenanntes Handelsschuljahr. Die kaufmännische Lehre macht sie am Ort ihrer Geburt, im Büro des damaligen Sägewerks Weiß und wechselte anschließend zur Gemeindeverwaltung Lennesrieth.

"Eigentlich warst du in dieser Zeit unter den damaligen Bürgermeistern Franz Ertl (Äelbauer) und Josef Frischholz (Lindner-Balzer) die wahre Gemeindeführung", sagte Bürgermeister Josef Beimler amüsiert. Bis zu ihrem Eintritt in die Rente im Jahr 1984 war sie bei der Firma Drabsch in Pleystein beschäftigt. "Dort arbeite te ich 30 Jahre sehr gerne in der Buchhaltung - die gleiche Zeit bin ich nun schon in Ruhestand ", erklärte Müller.

Die selbstbewusste Frau hat in ihrem Leben viel geleistet. Zusammen mit ihrem Bruder Josef hob sie die Baugrube des Eigenheims in Albersrieth (1959) mit Pickel und Schaufel aus. Vor und nach der täglichen Büroarbeit war beim Hausbau Handarbeit angesagt, wobei sie sogar die benötigten Betonsteine selbst herstellten. Holunderkönigen Claudia Fichtl empfahl der Jubilarin, weiterhin der Natur verbunden zu bleiben, das Lachen nicht zu vergessen und "ruhig mal ein Holunderschnapserl zu trinken". Dr. Johannes Weig dankte mit Marille Weig für den Einsatz der Jubilarin im Dorf.

Für den Frauenbund überbrachten Lisa Käs und Elisabeth Lukas die Glückwünsche. Hans Beer war vom Pfarrgemeinderat gekommen.
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