Naumburg.
Kulturnotizen Literaturpreis aufgewertet

(dpa) Drei Jahre nach der letzten Verleihung des Friedrich-Nietzsche-Preises wird die Auszeichnung neu aufgelegt und aufgewertet. Der Literaturpreis wechselt von der Länderebene auf die internationale Ebene und soll noch in diesem Jahr vergeben werden, teilte das Nietzsche-Dokumentationszentrum mit. Dort solle die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung während des Nietzsche-Kongresses vom 15. bis 18. Oktober vergeben werden - sollte die Jury bis dahin einen Preisträger bestimmt haben. Der neue Internationale Friedrich-Nietzsche-Preis wird den Angaben zufolge künftig alle zwei Jahre für philosophisch-essayistische Werke verliehen.

Neuer Konzertsaal für Nürnberg

Nürnberg.(dpa) Einen neuen Konzertsaal direkt neben der Meistersingerhalle soll die Stadt Nürnberg erhalten. Die Entscheidung für den Bau des neuen Konzertsaals gilt als Voraussetzung für die Sanierung des 1901 bis 1905 erbauten Opernhauses. Der neue Saal soll mit 1500 Plätzen zunächst als Ausweichspielstätte für die Musiktheatersparte des Staatstheaters Nürnberg genutzt werden. Der Schwerpunkt soll eindeutig auf Konzerten liegen. Die denkmalgeschützte Meistersingerhalle soll ebenfalls saniert und zum Tagungs- und Kongresszentrum umgewandelt werden.

Grimmelshausen- Preis für Seethaler

Gelnhausen.(dpa) Der Grimmelshausen-Preis geht heuer an den österreichischen Schriftsteller Robert Seethaler. Damit wird sein Roman "Ein ganzes Leben" ausgezeichnet, wie die Jury des mit 10 000 Euro dotierten Literaturpreises am Freitag mitteilte. Mit dem Preis werden Autoren ausgezeichnet, "die einen bemerkenswerten Beitrag zur künstlerischen Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte geleistet haben und damit in der literarischen Tradition des berühmten Namensgebers stehen".

Gastprofessur für Ai Weiwei

Berlin.(dpa) Nach der Ausreise des chinesischen Künstlers Ai Weiwei aus seiner Heimat hofft die Berliner Universität der Künste (UdK) darauf, dass der 57-Jährige die Gastprofessur in der Bundeshauptstadt bald antritt. "Bei seinem Aufenthalt in Deutschland würden wir hierüber gern ins Gespräch kommen", sagte Universitätssprecher Bjoern Wilck. "Die Berufung besteht seit vier Jahren, die Finanzierung ist dank der Einstein Stiftung Berlin nach wie vor gesichert." Die Universität hatte den Regimekritiker wegen seiner Haft in China 2011 demonstrativ auf die Einstein-Gastprofessur berufen. Bisher durfte er nicht ausreisen.
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