Navigationshilfen vor Ort auf ihre Genauigkeit überprüfen - 23.Standort in Bayern
GPS-Referenzpunkt am Brunnen

Leitender Vermessungsdirektor Engelbert Zollner, Oberbürgermeister Andreas Feller, Ministerialrätin Angelika Jais, stellvertretender Landrat Jakob Scharf und Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter (von rechts) enthüllten gestern auf dem Schwandorfer Marktplatz den 23. Referenzpunkt in Bayern. Bild: rid
Schwandorf. (rid) Immer mehr Wanderer, Radfahrer und auf Schnitzeljagd gehende Schatzsucher nutzen ihre Smartphones oder GPS-Geräte als Navigationshilfe. Aber nicht immer klappt es mit der Orientierung. Dann müssen die Geräte neu geeicht und nachjustiert werden. Seit gestern gibt es in Schwandorf einen Referenzpunkt dafür. Dass er auf dem Marktplatz steht, ist kein Zufall. "Hier ist ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt", begründet Engelbert Zollner die Wahl des Standortes. Der Referenzpunkt befindet sich neben dem Mönchsbrunnen. Hier die Koordinaten: 49° 19,8192' nördliche Breite, 12° 6,4640' östliche Länge, 362,0 Meter über Normalnull

Mit einigen Einstellungen an den Smartphones und GPS-Geräten lassen sich die Daten vergleichen und nachjustieren.

Kostenlos vor Ort

Zur Enthüllung der Steinsäule mit Metallplatte kam gestern Ministerialrätin Angelika Jais aus dem bayerischen Finanzministerium nach Schwandorf. Sie vertrat den erkrankten Staatssekretär Albert Füracker. Jeder bayerische Landkreis soll in den nächsten Jahren einen öffentlichen geodätischen Referenzpunkt erhalten, so das erklärte Ziel der bayerischen Staatsregierung. Schwandorf bekam den 23. Die Vermessungsverwaltung wolle allen Bürgern in Zukunft kostenlos ermöglichen, ihre GPS-Empfänger vor Ort auf ihre Genauigkeit zu überprüfen, versicherte die Vertreterin des Finanzministeriums. Bislang seien die Koordinaten den Fachleuten vorbehalten geblieben, "jetzt sind sie auch der Öffentlichkeit zugänglich".

Über 50 Satelliten

Leitender Vermessungsdirektor Engelbert Zollner ermunterte die Lehrer, den Referenzpunkt mit ihren Schülern aufzusuchen und ihnen dabei anschaulich das Koordinatensystem zu erklären, das die ganze Welt überziehe. "Ohne dieses wäre das Leben in der modernen High-Tech-Gesellschaft gar nicht möglich", so der Behördenleiter. Mehr als 50 Navigationssatelliten würden die Erde umkreisen. Oberbürgermeister Andreas Feller freute sich über "die touristische Attraktion mitten in der Stadt und hoffte auf eine rege Nutzung.
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